
Brüssel, 26. Jan (Reuters) - WhatsApp muss sich künftig voraussichtlich einer schärferen Regulierung durch die Europäische Union (EU) unterwerfen. Die Behörden nähmen die offenen Kanäle des Messengers unter die Lupe, sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Montag. Sie würden als Social-Media-Plattform fungieren und unter den europäischen Digital Services Act (DSA) fallen. Eine Einstufung von WhatsApp als sehr große Online-Plattform (Very Large Online Platform, VLOP) sei daher nicht ausgeschlossen. In diesem Fall gelten strengere Regeln unter anderem für den Kampf gegen illegale oder schädliche Inhalte im Internet. Bei Verstößen drohen Strafen in Höhe von bis zu sechs Prozent des weltweiten Umsatzes.
Der Kommission zufolge nutzen in der EU monatlich 51,7 Millionen Menschen WhatsApp-Kanäle. Damit überschreitet dieses Angebot des US-Konzerns MetaMETA.O die gesetzlich geregelte Schwelle von 45 Millionen Nutzern. Das Online-Netzwerk Facebook und der Bilderdienst Instagram, die zum Meta-Konzern gehören, wurden zuvor bereits als VLOP eingestuft. WhatsApp war für eine Stellungnahme zur aktuellen EU-Entscheidung zunächst nicht zu erreichen. Meta-Chef Mark Zuckerberg hat die europäischen Regularien mehrfach scharf kritisiert.
Für weitere Unternehmensnachrichten im Kurzformat - Klick auf FIRMEN-BLICK