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Nach tödlichen Schüssen auf US-Bürger - Trump schickt Grenzbeauftragten

ReutersJan 26, 2026 2:10 PM

- Nach dem zweiten tödlichen Schusswaffeneinsatz von ICE-Einwanderungsbeamten gegen einen US-Bürger in Minneapolis entsendet Präsident Donald Trump seinen Grenzbeauftragten Tom Homan in den Bundesstaat Minnesota. Homan werde noch am Montag dort eintreffen, teilte Trump mit. Der Schritt folgt auf massive öffentliche Empörung über die Vorfälle am Wochenende. Homan sei "hart, aber fair" und werde direkt an ihn berichten, schrieb Trump in einem Beitrag in den sozialen Medien. Einer Sprecherin zufolge soll Homan die Einsätze der Einwanderungsbehörde ICE in dem Bundesstaat leiten.

Trump hatte am Sonntag im Gespräch mit dem "Wall Street Journal" zudem eine Überprüfung des jüngsten Vorfalls angekündigt. Er signalisierte dabei die Bereitschaft, die Bundesbeamten perspektivisch aus der Region abzuziehen. "Irgendwann werden wir gehen", sagte Trump der Zeitung, nannte aber keinen konkreten Zeitplan. Die Beamten hätten "phänomenale Arbeit" geleistet.

Am Samstag hatten ICE-Beamte den 37-jährigen Alex Pretti erschossen. Das Heimatschutzministerium rechtfertigte den Vorfall damit, dass Pretti bewaffnet gewesen sei. Von der Nachrichtenagentur Reuters verifizierte Videoaufnahmen zeigen allerdings, dass Pretti ein Telefon und keine Waffe in der Hand hielt. Er hatte versucht, anderen Demonstranten zu helfen, die von Beamten zu Boden gestoßen worden waren. Bereits am 7. Januar war die US-Bürgerin Renee Good von einem Bundesbeamten in ihrem geparkten Fahrzeug erschossen worden. Auch hier widersprechen Videoaufnahmen der offiziellen Darstellung, sie habe versucht, den Beamten zu rammen.

Die Bundesregierung wollte sich zu den Entwicklungen in Minneapolis nicht äußern. Man habe vollstes Vertrauen in die US-Justiz, um den Vorfall aufzuklären, sagte ein Regierungssprecher in Berlin lediglich. Mit Blick auf die anstehende Fußball-WM in den USA fügte er hinzu, es obliege den jeweiligen Verbänden - also dem Deutschen Fußball-Bund DFB oder dem Weltverband Fifa - ob man an dem Turnier teilnehme oder daran festhalte. Wegen der Entwicklungen in den USA hat es vereinzelt Forderungen gegeben, das im Sommer anstehende Turnier zu boykottieren.

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