
Hamburg, 26. Jan (Reuters) - Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat Kritik an der Genehmigung für die Übernahme des deutschen Tanklager- und Pipeline-Betreibers TanQuid durch die US-Firma Sunoco LP verteidigt. Man schaue sich jede ausländische Direktinvestition sehr genau an, sagte die CDU-Politikerin am Montag in Hamburg auf eine entsprechende Frage. Es gibt Kritik, weil Sunoco LP eine Tochterfirma des US-Konzerns Energy Transfer ist, dessen Geschäftsführer der US-Milliardär Kelcy Warren ist, der US-Präsident Donald Trump unterstützt. TanQuid soll rund 20 Prozent der Tanklager-Kapazitäten in Deutschland und mehr als tausend Kilometer Pipelines kontrollieren.
Es sei wichtig, dass Deutschland mit den USA weiterhin zusammenarbeite, betonte Reiche. "Das gilt für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie genauso wie für die Wirtschaft." Beide Länder seien eng verflochten, die USA seien der größte Handelspartner. "Noch einmal, wir prüfen jede Direktinvestition sehr, sehr gründlich", betonte Reiche mit Blick auf die Übernahme-Genehmigung des Wirtschaftsministeriums. Deutschland diversifiziere und habe andere Partnerschaften aufgebaut, um einseitige Abhängigkeiten zu vermeiden.