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Pistorius legt Trump Entschuldigung wegen Afghanistan-Äußerungen nahe

ReutersJan 25, 2026 8:52 PM

- Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat US-Präsident Donald Trump eine Entschuldigung für dessen Kritik am Afghanistan-Einsatz der Nato nahegelegt. "Das wäre ein Zeichen von Anstand, von Respekt und auch von Einsicht", sagte der SPD-Politiker am Sonntag in einer Aufzeichnung für die ARD-Sendung "Caren Miosga". Er schränkte jedoch zugleich ein: "Aber wir wissen alle, wie der amerikanische Präsident funktioniert." Alle hätten beim Afghanistan-Einsatz mit den USA gekämpft. "So über die Gefallenen der Verbündeten zu reden, ist einfach unanständig und respektlos. Alle standen da, standen an der Seite der USA. Heute etwas anderes zu behaupten, ist schlicht nicht wahr."

In Afghanistan waren 59 Bundeswehr-Soldaten ums Leben gekommen. Trump hatte den Nato-Verbündeten vorgeworfen, sich dort in der zweiten Reihe zurückgehalten zu haben.

Der Minister kündigte an, das Thema bei nächster Gelegenheit mit seinem US-Amtskollegen Pete Hegseth anzusprechen. Mit Blick auf den Streit um eine Nato-Erkundungsmission in Grönland und kurzzeitig angedrohte US-Strafzölle sprach der SPD-Politiker von einem Missverständnis in Washington. Generell müsse sich Europa aber darauf einstellen, sich nicht mehr wie in den vergangenen 70 Jahren auf die USA verlassen zu können. Dennoch sieht Pistorius die Bundeswehr auf einem "exzellenten Weg", bis 2029 kriegstüchtig zu sein. Man dürfe zudem nicht jede Äußerung Trumps kommentieren, da sonst keine Zeit für die wichtigen Dinge bleibe.

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