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Klingbeil: Kooperation mit USA steht trotz Grönlandstreit nicht zur Disposition

ReutersJan 22, 2026 3:47 PM

- Vize-Kanzler Lars Klingbeil will trotz der jüngsten Zolldrohungen im Grönland-Streit weiter eng mit den USA zusammenarbeiten. "Es geht überhaupt nicht darum, mit den Amerikanern zu brechen, das Verhältnis aufzulösen", sagte der Bundesfinanzminister und SPD-Co-Chef am Donnerstag am Rande des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos zu Journalisten. Berechtigte Sicherheitsinteressen der USA würden innerhalb der Nato geklärt. Es sei gut, dass es keine militärische Gewalt geben werde, um sich Grönland einzuverleiben. "Über alles andere können wir reden", sagte Klingbeil.

US-Präsident Donald Trump hatte mehrfach erklärt, Grönland kaufen zu wollen. Er hat dies mit amerikanischen Sicherheitsinteressen begründet. Zwischenzeitlich hatte der Republikaner mehreren europäischen Staaten - darunter Deutschland und Frankreich - mit Sonderzöllen gedroht, wenn sie sich gegen die USA stellen. Dies hatte Trump am Mittwochabend aber wieder zurückgezogen. Trump zufolge wird in einem Abkommen mit der Nato der dauerhafte und uneingeschränkte Zugang der USA zu Grönland gesichert. Nato-Generalsekretär Mark Rutte bestätigte am Donnerstag eine Rahmenvereinbarung, die die Verbündeten zu einem stärkeren Engagement für die Sicherheit in der Arktis verpflichten würde, um Bedrohungen durch Russland und China abzuwehren. Die dänische Regierung wies jedoch zurück, dass die Souveränität über die Insel zur Debatte stehe.

Details der Vereinbarung sind bisher nicht bekannt. Klingbeil sagte, er wolle erst einmal "schwarz auf weiß" die Verabredung zwischen Trump und Rutte sehen. "Das ist der Anfang von Gesprächen." Beide Seiten sollten sich aber nicht schaden. Es dürfe nicht die Eskalation gesucht werden. Klingbeil betonte zudem, bisherige Bündnisse kämen ins Wanken. Die EU müsse auch deswegen Reformen angehen und den Kontinent stärken.

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