
22. Jan (Reuters) - US-Präsident Donald Trump erhebt Anspruch auf das zu Dänemark gehörende Grönland. Er will die Insel in der Arktis kaufen. Dänemark lehnt die Forderung ab, europäische Partner unterstützen das Land. Es folgen aktuelle Entwicklungen:
08.01 Uhr - Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat im Grönland-Streit nach eigenen Angaben mit US-Präsident Donald Trump über den Schutz der Arktis-Region gesprochen. Er habe darüber ein sehr gutes Gespräch mit Trump geführt, sagt Rutte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Weitere Gespräche sollten sicherstellen, dass China und Russland weder wirtschaftlich noch militärisch Zugang zu Grönland erhielten.
07.49 Uhr - Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat im Grönland-Streit die Bereitschaft ihres Landes zu einem konstruktiven Dialog über die Sicherheit in der Arktis bekräftigt. Voraussetzung sei jedoch, dass dies unter Achtung der territorialen Integrität Dänemarks geschehe, sagt Frederiksen.
07.10 Uhr - Die Nato bekräftigt, dass Generalsekretär Mark Rutte bei seinem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump über eine Lösung im Grönland-Streit keinen Kompromiss zur Souveränität der dänischen Arktisinsel vorgeschlagen hat. "Der Generalsekretär hat während seines Treffens mit dem Präsidenten in Davos keinen Kompromiss zur Souveränität vorgeschlagen", sagt Nato-Sprecherin Allison Hart. Weitere Angaben machte sie nicht.
05.11 Uhr - Die Ölpreise legen leicht zu. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuert sich um 0,14 Prozent auf 65,33 Dollar. Das Fass der US-Sorte WTI kostet mit 60,75 Dollar 0,21 Prozent mehr. Die Preise stützt die Entspannung im Streit zwischen den USA und Europa über Grönland, nachdem US-Präsident Donald Trump seine Zolldrohungen zurückgezogen hat und ein Rahmenabkommen in Aussicht stellt. Einem Medienbericht zufolge gehen dem Schritt jedoch erhebliche Spannungen unter Trumps Beratern voraus. Nato-Generalsekretär Mark Rutte erklärt zudem, Trump gehe es bei dem Thema um die Sicherung der Arktis angesichts der Aktivitäten von China und Russland. Zusätzlichen Auftrieb erhalten die Ölpreise durch Angebotsausfälle in Kasachstan. Ein starker Aufbau der US-Rohöllagerbestände begrenzt jedoch den Preisanstieg.
04.21 Uhr - Der Vorstoß von US-Präsident Donald Trump in der Grönland-Frage hat einem Medienbericht zufolge zu erheblichen Spannungen unter seinen engsten Beratern geführt. Demnach drängten Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio auf einen diplomatischen Mittelweg. Dagegen sei der stellvertretende Stabschef Stephen Miller offen dafür gewesen, eine Annexion und den Einsatz militärischer Gewalt als Optionen beizubehalten, hieß es unter Berufung auf zwei Quellen im Weißen Haus. Die Idee, Strafzölle als Druckmittel einzusetzen, sei von Handelsminister Howard Lutnick gekommen.
02.27 Uhr - Die Frage, ob Grönland bei Dänemark verbleibt, kommt nach den Worten von Nato-Generalsekretär Mark Rutte bei seinem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump nicht zur Sprache. Das sagt Rutte in einem Interview des Senders Fox News. Trump gehe es darum, wie die Arktis angesichts der zunehmenden Aktivitäten von Chinesen und Russen geschützt werden könne. Zuvor hatte Trump ein Rahmenabkommen zu Grönland verkündet und seine Zolldrohungen zurückgezogen.