
21. Jan (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
17.18 Uhr - US-Präsident Donald Trump sieht erneut Chancen für ein baldiges Ende des Ukraine-Kriegs. Er habe den Eindruck, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der russische Präsident Wladimir Putin bereit für eine Übereinkunft seien, sagt Trump in Davos. Ein Abkommen sei "ziemlich nah". Ähnlich hatte sich Trump bereits in den vergangenen Monaten geäußert. Sollten sie sich nicht einigen, seien beide "dumm", sagt Trump in Davos zudem. Er kündigt an, Selenskyj am Donnerstag in der Schweiz treffen zu wollen. Kurz zuvor hatte Trump noch den Mittwoch in Aussicht gestellt.
15.15 Uhr - US-Präsident Donald Trump nennt den Krieg in der Ukraine in seiner Rede vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos ein Blutbad. "Und das ist, was ich beenden möchte", betont Trump. Er werde mit Russlands Präsident Wladimir Putin weiter beraten, noch heute könne er sich mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen, sagt Trump weiter.
13.13 Uhr - Mehr als die Hälfte der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist nach dem russischen Angriff vom Dienstag noch immer ohne Strom. "Stand heute Morgen sind in Kiew noch immer rund 4000 Gebäude ohne Heizung und fast 60 Prozent der Hauptstadt ohne Strom", schreibt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Online-Plattform X.
12.55 Uhr - Der US-Sondergesandte Steve Witkoff plant nach seinem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auch Gespräche mit der ukrainischen Seite. Witkoff reist am Donnerstag nach Moskau, um mit Putin über einen Frieden zwischen Russland und der Ukraine zu sprechen. Wann er sich mit der ukrainischen Seite beraten will, sagt Witkoff vor der Presse in Davos nicht. "Wir planen, über Frieden, die Ukraine und Russland zu sprechen", sagt Witkoff und fügt hinzu, dass Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, am Donnerstag an den Gesprächen teilnehmen werde. "Ich bin zuversichtlich ... wir brauchen Frieden."
12.40 Uhr - Die ukrainische Anti-Korruptionsbehörde ermittelt wegen eines mutmaßlichen Betrugsfalles gegen einen früheren hochrangigen Mitarbeiter des Präsidialamtes. Auch gegen ein ehemaliges Vorstandsmitglied des staatlichen Energiekonzerns Naftogaz liefen Ermittlungen, teilt die Behörde in den sozialen Medien mit. Demnach geht es um Zahlungen für Ökostrom, die für Anlagen in den 2022 von Russland besetzten Gebieten beantragt worden sein sollen. Insgesamt seien in dem Fall neun Verdächtige identifiziert worden, hieß es in der Erklärung. Im Zuge von Ermittlungen wegen Korruption hat Präsident Wolodymyr Selenskyj in den vergangenen Monaten mehrere Personalwechsel in seinem Team vorgenommen. So traten im November sein engster Vertrauter, Präsidialamtschef Andrij Jermak, sowie der Justizminister und die Energieministerin zurück. Der Kampf gegen die Korruption ist eine wichtige Voraussetzung für den von der Ukraine seit langem angestrebten Beitritt zu Europäischen Union.
12.24 Uhr - In der Ölraffinerie Afipsky in der südrussischen Oblast Krasnodar ist nach einem ukrainischen Drohnenangriff ein Feuer ausgebrochen. Der Brand sei mittlerweile wieder gelöscht worden, teilen die örtlichen Behörden mit. Es sei niemand verletzt worden, es gebe keine Schäden. Die Raffinerie war in den vergangenen Monaten wiederholt Ziel ukrainischer Angriffe auf die russische Energie-Infrastruktur. Die hauptsächlich auf den Export ausgerichtete Anlage Afipsky verarbeitete 2024 rund 7,2 Millionen Tonnen Rohöl. Zudem trafen ukrainische Drohnen weitere Städte in Südrussland. Dabei wurden örtlichen Behörden zufolge insgesamt elf Menschen verletzt.
12.12 Uhr - Die Nato sollte sich ihrem Generalsekretär Mark Rutte zufolge durch die Spannungen rund um Grönland nicht von der Notwendigkeit ablenken lassen, die Ukraine zu verteidigen. "Die Ukraine sollte oberste Priorität haben, sie ist entscheidend für die Sicherheit Europas und der USA", sagt Rutte in einer Podiumsdiskussion beim Weltwirtschaftsforum in Davos. "Ich bin wirklich besorgt, dass wir das Ziel aus den Augen verlieren und dass die Ukrainer in der Zwischenzeit nicht über genügend Abfangjäger verfügen, um sich zu verteidigen."
12.00 Uhr - Der US-Sondergesandte Steve Witkoff reist nach eigenen Angaben am Donnerstag zu einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nach Moskau. Der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, werde ihn begleiten, sagt Witkoff dem Sender CNBC. Das Treffen finde auf Wunsch der russischen Seite statt. "Ich denke, das ist eine wichtige Aussage von ihrer Seite." Die russische Führung hatte vergangene Woche mitgeteilt, sie bereite den Empfang von Witkoff und Kushner für Friedensgespräche zur Ukraine vor, nannte aber keinen Termin. Nun bestätigt das Präsidialamt in Moskau das Treffen am Donnerstag. Der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umjerow hatte vergangene Woche erklärt, die Gespräche mit US-Vertretern würden fortgesetzt. Es gehe dabei um eine Lösung für den seit fast vier Jahren andauernden Krieg mit Russland. Die Gespräche sollen diese Woche beim Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos stattfinden.
03.45 Uhr - Nach einem russischen Luftangriff sind in Teilen der ukrainischen Hauptstadt Kiew Strom, Heizung und Wasserversorgung ausgefallen. Bewohner hätten bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt in Notzelten Schutz gesucht, hieß es. Ganze Wohnblöcke seien ohne Strom. Eine russische Stellungnahme zu dem Angriff lag zunächst nicht vor.
01.25 Uhr - Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf den Süden Russlands werden nach offiziellen Angaben acht Menschen verletzt. In der Republik Adygeja sei ein Wohnhaus getroffen worden, teilt Gouverneur Murat Kumpilow auf Telegram mit. Sieben der Verletzten, darunter ein Kind, würden im Krankenhaus behandelt. In der benachbarten Region Krasnodar sei nach Angaben von Gouverneur Wenjamin Kondratjew ein weiteres Wohnhaus beschädigt und die Bewohner in Sicherheit gebracht worden. Eine ukrainische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.