
21. Jan (Reuters) - Der Streit über die Grönland-Politik von US-Präsident Donald Trump und Widerstand gegen dessen Pläne für einen globalen Friedensrat verzögern einem Medienbericht zufolge ein milliardenschweres Hilfspaket für die Ukraine. Die geplante Ankündigung eines 800 Milliarden Dollar schweren Wohlstandsplans zum Wiederaufbau und der wirtschaftlichen Erholung auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sei verschoben worden, berichtet die Zeitung "Financial Times" unter Berufung auf sechs mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der Plan sollte eigentlich diese Woche bei dem Treffen in der Schweiz zwischen der Ukraine, Europa und den USA vereinbart werden. Grund für die Verzögerung sei der europäische Widerstand gegen Trumps Bestrebungen, Grönland zu erwerben, sowie gegen seine Pläne für einen globalen Friedensrat. Dieser Streit habe den früheren Fokus auf die Ukraine bei dem Treffen in Davos überschattet.
Die Spannungen wegen Grönland hätten die Verhandlungen über den Text des Wohlstandsplans in dieser Woche gestört, hieß es in dem Bericht weiter. Demzufolge entsandten die USA zu einem wichtigen Treffen am Montagabend keinen Vertreter. Der Plan werde jedoch nicht auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt und könne zu einem späteren Zeitpunkt unterzeichnet werden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Dienstag gesagt, er werde nur dann nach Davos reisen, wenn dort Dokumente über Sicherheitsgarantien mit den USA und ein Wohlstandsplan zur Unterzeichnung bereitlägen. Eine Stellungnahme des US-Präsidialamtes lag nicht vor.