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GRÖNLAND-TICKER-Trump zuversichtlich: Wir werden eine Lösung finden

ReutersJan 20, 2026 8:54 PM

- US-Präsident Donald Trump hat zusätzliche Zölle gegen mehrere Länder Europas angekündigt, sollten die USA Grönland nicht kaufen können. Es folgen aktuelle Entwicklungen:

21.34 Uhr - US-Präsident Donald Trump zeigt sich zuversichtlich, dass im Streit um Grönland mit europäischen Nato-Partnern eine Einigung erzeilt werden kann. "Ich denke, wir werden eine Lösung finden, mit der die Nato sehr zufrieden sein wird und mit der auch wir sehr zufrieden sein werden", sagt er in Washington. "Aber wir brauchen das aus Sicherheitsgründen. Wir brauchen es für die nationale Sicherheit und sogar für die weltweite Sicherheit. Das ist sehr wichtig." Weiter erklärt er, wenn die USA nicht Mitglied der Nato seien, sei das westliche Militärbündnis nicht sehr stark.

16.45 Uhr - Frankreich unterstützt im Streit um Grönland eine Aussetzung des Handelsabkommens zwischen der Europäischen Union und den USA. "Die Androhung von Zöllen wird als Erpressung benutzt, um nicht zu rechtfertigende Zugeständnisse zu erhalten", sagt Außenminister Jean-Noel Barrot im Parlament mit Blick auf die USA. Die EU-Kommission verfüge über "sehr schlagkräftige Instrumente", um auf die Drohungen von US-Präsident Donald Trump zu reagieren. Die EU will am Donnerstag bei einem Sondergipfel über mögliche Gegenmaßnahmen beraten. Im Raum stehen Zölle im Wert von 93 Milliarden Euro gegen die USA. Denkbar sind auch bislang nicht eingesetzte Anti-Zwangsmaßnahmen wie Investitionsbeschränkungen und die Einschränkung des Exports von US-Dienstleistungen, was vor allem auf die dominanten US-Digitalfirmen abzielen würde.

16.12 Uhr - Die britische Finanzministerin Rachel Reeves spricht sich für eine Deeskalation im Streit um Grönland aus. "Wir wollen unbedingt deeskalieren", sagt Reeves bei einer Veranstaltung der Agentur Bloomberg auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. "Die Zukunft Grönlands liegt bei den Menschen in Grönland."

15.45 Uhr - Dänemark lehnt eine Übernahme des autonomen Gebietes Grönland durch die USA weiter strikt ab. "Ich werde Grönland nicht preisgeben", bekräftigt die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen. Die Regierung schlage eine dauerhaftere Präsenz in der Arktis vor. "Wir sind rund um die Uhr im Dialog mit den Verbündeten in Europa und anderswo." Die USA hätten schon lange von der verstärkten Präsenz in der Arktis gewusst, fügt sie hinzu. Einen Handelskrieg zwischen Verbündeten halte sie für eine sehr schlechte Idee, sagt Frederiksen mit Blick auf die von US-Präsident Donald Trump angedrohten Zölle und mögliche Gegenmaßnahmen der EU. "Aber wenn die USA Zölle erheben, müssen wir eine Antwort finden."

15.16 Uhr - Der französische Präsident Emmanuel Macron ruft mit Blick auf die von US-Präsident Donald Trump angedrohten Zölle zur Ruhe auf. "Wir werden ruhig bleiben und unsere Interessen sowie unsere Produzenten verteidigen", sagt er in Davos. Die Nato sei angesichts Trumps Plänen, Grönland zu übernehmen, zu einer "geschwächten Institution" geworden. Er plane nicht, mit Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos zu sprechen, sagt Macron zudem vor der Presse.

14.50 Uhr - US-Finanzminister Scott Bessent warnt die europäischen Staaten im Streit um Grönland vor Vergeltungsmaßnahmen gegen die USA. "Ich sage allen: Lehnen Sie sich zurück. Atmen Sie tief durch. Üben Sie keine Vergeltung", sagt er bei einem Auftritt auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Er fordert die Europäer zu einer "offenen Haltung" auf. US-Präsident Donald Trump werde am Mittwoch in Davos erwartet und "seine Botschaft übermitteln".

14.42 Uhr - Der französische Präsident Emmanuel Macron warnt auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vor einer globalen Abkehr von Regeln und internationalem Recht. Die Welt erlebe einen "Wandel hin zu einer Welt ohne Regeln, in der das Völkerrecht mit Füßen getreten wird und in der das einzige Gesetz, das zu zählen scheint, das des Stärkeren ist", sagt Macron. Sogenannte "imperiale Ambitionen" kehrten zurück.

14.34 Uhr - Grönlands Ministerpräsident Jens-Frederik Nielsen hält einen Einsatz von Militärgewalt gegen die arktische Insel nicht für sehr wahrscheinlich. Sie könne aber auch nicht ausgeschlossen werden. Grönland arbeite an einer engeren Zusammenarbeit mit der Europäischen Union, fügt er hinzu.

14.20 Uhr - Die große Mehrheit der Deutschen sieht die USA nicht mehr als Verbündeten, sondern als Gegner. 71 Prozent geben dies im neuen RTL/ntv-Trendbarometer an. Laut Meinungsforschungsinstitut Forsa sehen nur noch 18 Prozent die USA unter Präsident Donald Trump als verlässlichen Partner für Europa. Sogar unter den Anhängern der AfD, die besonders die Nähe zu der Maga-Bewegung von Trump sucht, sehen 51 Prozent die USA eher als Gegner für Europa. Besonders ausgeprägt ist diese Einschätzung bei den Anhängern von Grünen (83 Prozent), Linke (82 Prozent), SPD (77 Prozent) und CDU/CSU (76 Prozent). 63 Prozent der Bundesbürger fänden es zudem richtig, wenn die Bundeswehr gemeinsam mit europäischen Partnern dauerhaft in Grönland im Einsatz wäre.

13.45 Uhr - Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas ruft angesichts der Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit Zöllen im Streit um Grönland zur Standhaftigkeit auf. Die Europäische Union werde an ihrer Position festhalten, sagt Kallas vor dem Europäischen Parlament in Straßburg. Die Antwort müsse lauten: Ruhe bewahren, standhaft bleiben und gemeinsam handeln. Die angedrohten Zölle auf Waren aus europäischen Ländern würden den Wohlstand sowohl der EU als auch der USA gefährden, unterstreicht Kallas. Die geostrategische Bedeutung Grönlands habe zugenommen. Die Nato sei gut geeignet, mit der Sicherheit der Insel umzugehen. "Kein Land hat das Recht, das Territorium eines anderen zu übernehmen - weder in der Ukraine noch in Grönland", fügt sie hinzu.

13.14 Uhr - Dänemark kann nach den Worten von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen nicht über Souveränität, Identität, Grenzen und Demokratie verhandeln. Das sei eine Frage der Weltordnung, sagt sie vor dem Parlament. "Das Schlimmste liegt möglicherweise noch vor uns." Wenn jemand einen Handelskrieg mit Europa beginne, dann werde man natürlich reagieren, erklärt Frederiksen.

11.44 Uhr - Die EU-Kommission arbeitet ihrer Präsidentin Ursula von der Leyen zufolge an einem Paket zur Unterstützung der Sicherheit in der Arktis. "Wir müssen mit allen unseren regionalen Partnern zusammenarbeiten, um unsere gemeinsame Sicherheit zu stärken", sagt sie auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Die Sicherheit in der Arktis könne nur gemeinsam erreicht werden. Grönland und Dänemark hätten die volle Solidarität der EU, die Souveränität und Integrität ihres Territoriums seien nicht verhandelbar. Die von US-Präsident Donald Trump angedrohten Zölle gegen mehrere Länder, die sich gegen seine Pläne zum Erwerb Grönlands stellen, bezeichnet von der Leyen als Fehler zwischen langjährigen Verbündeten. Trump hat wiederholt sein Interesse am Erwerb Grönlands bekundet und im Zuge dessen mit Strafzöllen gedroht.

11.22 Uhr - Russland hegt seinem Außenminister Sergej Lawrow zufolge keine Pläne zur Eroberung Grönlands. Die US-Regierung wisse das, sagt Lawrow vor der Presse in Moskau. Russland habe kein Interesse daran, sich in die Angelegenheiten Grönlands einzumischen, und Washington wisse, dass Moskau selbst keine Pläne habe, die Kontrolle über die Insel zu übernehmen. Es gebe auch keinerlei Bestätigung für Pläne Russlands oder Chinas, Grönland einzunehmen. Der Außenminister fügt hinzu, dass Grönland kein "natürlicher Teil" Dänemarks sei. Das Problem der ehemaligen Kolonialgebiete verschärfe sich zunehmend, fügt er hinzu. Die Nato solle innerhalb ihres Bündnisses eine Entscheidung über Grönland treffen.

09.48 Uhr - US-Finanzminister Scott Bessent zeigt sich zuversichtlich, dass die europäischen Regierungen die Spannungen wegen des angestrebten Kaufs Grönlands durch die USA nicht ausweiten. "Ich bin zuversichtlich, dass die Staats- und Regierungschefs nicht eskalieren werden und dass dies für alle zu einem sehr guten Ergebnis führen wird", sagt Bessent am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. Es werde eine Lösung gefunden.

06.50 Uhr - US-Präsident Donald Trump hat seine Forderung nach einem Erwerb Grönlands durch die USA bekräftigt und die dänische Arktis-Insel als entscheidend für die nationale und weltweite Sicherheit bezeichnet. Er habe deswegen ein "sehr gutes" Telefonat mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte geführt, schreibt Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. "Grönland ist für die nationale und weltweite Sicherheit unerlässlich", erklärt Trump. "Es kann kein Zurück geben – darüber sind sich alle einig!" Er kündigt zudem Gespräche über einen Erwerb Grönlands auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos in dieser Woche an. Dänemark könne das riesige Territorium nicht schützen. "Wir müssen es haben", sagt Trump vor Reportern in Florida. "Ich kenne die führenden Politiker, das sind sehr gute Leute, aber sie fahren nicht einmal dorthin."

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