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GRÖNLAND-TICKER-Macron warnt vor Abkehr von Regeln und internationalem Recht

ReutersJan 20, 2026 1:44 PM

- US-Präsident Donald Trump hat zusätzliche Zölle gegen Dänemark, Deutschland, Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland angedroht, sollten die USA Grönland nicht kaufen können. Es folgen aktuelle Entwicklungen:

14.42 Uhr - Der französische Präsident Emmanuel Macron warnt auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vor einer globalen Abkehr von Regeln und internationalem Recht. Die Welt erlebe einen "Wandel hin zu einer Welt ohne Regeln, in der das Völkerrecht mit Füßen getreten wird und in der das einzige Gesetz, das zu zählen scheint, das des Stärkeren ist", sagt Macron. Sogenannte "imperiale Ambitionen" kehrten zurück.

14.34 Uhr - Grönlands Ministerpräsident Jens-Frederik Nielsen hält einen Einsatz von Militärgewalt gegen die arktische Insel nicht für sehr wahrscheinlich. Sie könne aber auch nicht ausgeschlossen werden. Grönland arbeite an einer engeren Zusammenarbeit mit der Europäischen Union, fügt er hinzu.

14.20 Uhr - Die große Mehrheit der Deutschen sieht die USA nicht mehr als Verbündeten, sondern als Gegner. 71 Prozent geben dies im neuen RTL/ntv-Trendbarometer an. Laut Meinungsforschungsinstitut Forsa sehen nur noch 18 Prozent die USA unter Präsident Donald Trump als verlässlichen Partner für Europa. Sogar unter den Anhängern der AfD, die besonders die Nähe zu der Maga-Bewegung von Trump sucht, sehen 51 Prozent die USA eher als Gegner für Europa. Besonders ausgeprägt ist diese Einschätzung bei den Anhängern von Grünen (83 Prozent), Linke (82 Prozent), SPD (77 Prozent) und CDU/CSU (76 Prozent). 63 Prozent der Bundesbürger fänden es zudem richtig, wenn die Bundeswehr gemeinsam mit europäischen Partnern dauerhaft in Grönland im Einsatz wäre.

13.45 Uhr - Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas ruft angesichts der Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit Zöllen im Streit um Grönland zur Standhaftigkeit auf. Die Europäische Union werde an ihrer Position festhalten, sagt Kallas vor dem Europäischen Parlament in Straßburg. Die Antwort müsse lauten: Ruhe bewahren, standhaft bleiben und gemeinsam handeln. Die angedrohten Zölle auf Waren aus europäischen Ländern würden den Wohlstand sowohl der EU als auch der USA gefährden, unterstreicht Kallas. Die geostrategische Bedeutung Grönlands habe zugenommen. Die Nato sei gut geeignet, mit der Sicherheit der Insel umzugehen. "Kein Land hat das Recht, das Territorium eines anderen zu übernehmen - weder in der Ukraine noch in Grönland", fügt sie hinzu.

13.14 Uhr - Dänemark kann nach den Worten von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen nicht über Souveränität, Identität, Grenzen und Demokratie verhandeln. Das sei eine Frage der Weltordnung, sagt sie vor dem Parlament. "Das Schlimmste liegt möglicherweise noch vor uns." Wenn jemand einen Handelskrieg mit Europa beginne, dann werde man natürlich reagieren, erklärt Frederiksen.

11.44 Uhr - Die EU-Kommission arbeitet ihrer Präsidentin Ursula von der Leyen zufolge an einem Paket zur Unterstützung der Sicherheit in der Arktis. "Wir müssen mit allen unseren regionalen Partnern zusammenarbeiten, um unsere gemeinsame Sicherheit zu stärken", sagt sie auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Die Sicherheit in der Arktis könne nur gemeinsam erreicht werden. Grönland und Dänemark hätten die volle Solidarität der EU, die Souveränität und Integrität ihres Territoriums seien nicht verhandelbar. Die von US-Präsident Donald Trump angedrohten Zölle gegen mehrere Länder, die sich gegen seine Pläne zum Erwerb Grönlands stellen, bezeichnet von der Leyen als Fehler zwischen langjährigen Verbündeten. Trump hat wiederholt sein Interesse am Erwerb Grönlands bekundet und im Zuge dessen mit Strafzöllen gedroht.

11.22 Uhr - Russland hegt seinem Außenminister Sergej Lawrow zufolge keine Pläne zur Eroberung Grönlands. Die US-Regierung wisse das, sagt Lawrow vor der Presse in Moskau. Russland habe kein Interesse daran, sich in die Angelegenheiten Grönlands einzumischen, und Washington wisse, dass Moskau selbst keine Pläne habe, die Kontrolle über die Insel zu übernehmen. Es gebe auch keinerlei Bestätigung für Pläne Russlands oder Chinas, Grönland einzunehmen. Der Außenminister fügt hinzu, dass Grönland kein "natürlicher Teil" Dänemarks sei. Das Problem der ehemaligen Kolonialgebiete verschärfe sich zunehmend, fügt er hinzu. Die Nato solle innerhalb ihres Bündnisses eine Entscheidung über Grönland treffen.

09.48 Uhr - US-Finanzminister Scott Bessent zeigt sich zuversichtlich, dass die europäischen Regierungen die Spannungen wegen des angestrebten Kaufs Grönlands durch die USA nicht ausweiten. "Ich bin zuversichtlich, dass die Staats- und Regierungschefs nicht eskalieren werden und dass dies für alle zu einem sehr guten Ergebnis führen wird", sagt Bessent am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. Es werde eine Lösung gefunden.

06.50 Uhr - US-Präsident Donald Trump hat seine Forderung nach einem Erwerb Grönlands durch die USA bekräftigt und die dänische Arktis-Insel als entscheidend für die nationale und weltweite Sicherheit bezeichnet. Er habe deswegen ein "sehr gutes" Telefonat mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte geführt, schreibt Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. "Grönland ist für die nationale und weltweite Sicherheit unerlässlich", erklärt Trump. "Es kann kein Zurück geben – darüber sind sich alle einig!" Er kündigt zudem Gespräche über einen Erwerb Grönlands auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos in dieser Woche an. Dänemark könne das riesige Territorium nicht schützen. "Wir müssen es haben", sagt Trump vor Reportern in Florida. "Ich kenne die führenden Politiker, das sind sehr gute Leute, aber sie fahren nicht einmal dorthin."

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