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Wadephul: Billigung von EU-US-Zollabkommen derzeit nicht möglich

ReutersJan 18, 2026 5:28 PM

- Bundesaußenminister Johann Wadephul rechnet angesichts der jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump nicht mit einer zügigen Billigung des EU-Zollabkommens mit den USA. "Ich glaube nicht, dass in dieser aktuellen Situation diese Vereinbarung möglich ist", sagte der Minister am Sonntag in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Er sei "sehr skeptisch", dass das Abkommen im Europäischen Parlament gebilligt werden könne.

Trump hatte mit zusätzlichen Zöllen gegen acht Staaten, darunter Deutschland, gedroht, da sich diese gegen die Ansprüche der USA auf Grönland gewandt hatten. Sollten die USA weitere Zölle verhängen, werde es "selbstverständlich eine europäische Antwort geben müssen", sagte Wadephul. Auch der Vorsitzende der konservativen EVP-Fraktion, Manfred Weber, hatte einen Beschluss des EU-Parlaments derzeit als unwahrscheinlich bezeichnet.

Trump hat mit neue Zöllen ab Februar gegen acht Staaten gedroht, die Soldaten nach Grönland für eine Erkundungsmission zur Sicherung Grönlands gegen eine russische Bedrohung entsandt hatten. Trump wertete dies als Signal, dass man sich gegen seinen Ziel einer Einverleibung Grönlands zur Wehr setzen wolle.

Wadephul forderte zudem eine "ehrliche Aussprache im Bündnis". Mit Blick auf Trumps geäußertes Interesse an Grönland betonte er die Souveränität Dänemarks. "Über die Zukunft Grönlands entscheiden die Grönländerinnen und Grönländer", sagte Wadephul. Zugleich bekräftigte er die Bereitschaft Deutschlands, gemeinsam mit den Partnern für die Sicherheit in der arktischen Region zu sorgen. Zölle seien "immer die falsche Antwort zwischen Verbündeten".

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