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GRÖNLAND-TICKER-DIHK: US-Handelspolitik inakzeptabel und unberechenbar

ReutersJan 18, 2026 10:06 AM

- Im Streit um Grönland hat US-Präsident Donald Trump am Samstag Zölle gegen Dänemark, Deutschland, Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland angekündigt. Sie sollen ab dem 1. Februar zehn Prozent betragen und ab dem 1. Juni auf 25 Prozent steigen. Aufgehoben werden sollen sie, wenn ein Abkommen zustande kommt, das den USA den Kauf der strategisch wichtigen und an Rohstoffen reichen Insel ermöglicht. Es folgen aktuelle Entwicklungen:

11.00 Uhr - Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) kritisiert die angekündigten US-Zölle scharf. "Die angekündigten Zölle zeigen leider erneut, wie unberechenbar die US-Handelspolitik geworden ist", sagt DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. Der Einbruch der deutschen Exporte in die USA um fast zehn Prozent im Jahr 2025 wäre damit "nur ein Aufgalopp". Der US-Präsident verknüpfe nun politische Ziele in "inakzeptabler Weise" mit wirtschaftlichem Druck gegen einzelne EU-Staaten. Die Europäische Union müsse geschlossen handeln und dürfe sich nicht spalten lassen. Eine Senkung der EU-Zölle auf US-Industriegüter sei damit unwahrscheinlich geworden.

8.30 Uhr - Eine US-Invasion in Grönland würde nach den Worten des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sanchez den russischen Präsidenten Wladimir Putin "zum glücklichsten Mann der Welt machen". "Warum? Weil sie seinen versuchten Einmarsch in die Ukraine legitimieren würde", sagte Sanchez der Zeitung "La Vanguardia". Jede militärische Aktion der USA gegen die Insel würde der Nato schaden. "Sollten die Vereinigten Staaten Gewalt anwenden, wäre das der Todesstoß für die Nato. Putin wäre doppelt erfreut."

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