
17. Jan (Reuters) - Im Streit um Grönland hat US-Präsident Donald Trump am Samstag Zölle gegen Dänemark, Deutschland, Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland angekündigt. Sie sollen ab dem 1. Februar zehn Prozent betragen und ab dem 1. Juni auf 25 Prozent steigen. Aufgehoben werden sollen sie, wenn ein Abkommen zustande kommt, das den USA den Kauf der strategisch wichtigen und an Rohstoffen reichen Insel ermöglicht. Es folgen aktuelle Entwicklungen:
19.54 Uhr - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron weist die Zolldrohungen seines US-Amtskollegen Donald Trump im Streit um Grönland zurück. "Zolldrohungen sind inakzeptabel und haben in diesem Zusammenhang nichts zu suchen", schreibt Macron auf der Plattform X. Sollten die Maßnahmen bestätigt werden, würden die Europäer darauf geschlossen und koordiniert reagieren. Weder Einschüchterung noch Drohungen würden die Europäer beeinflussen, sei es in der Ukraine, in Grönland oder anderswo.
19.48 Uhr - Nach Darstellung des US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer liegt es an der Europäischen Union, ob der Streit um Grönland ein geplantes Handelsabkommen belastet. "Anstelle der Europäer würde ich wahrscheinlich versuchen, dies auszuklammern", sagt Greer am Rande einer Automesse in Detroit. Sollte die EU die neuen Zolldrohungen von Präsident Donald Trump jedoch zu einem Thema bei dem Handelsvertrag machen wollen, sei dies ihre Entscheidung und nicht die der USA.
19.30 Uhr - Die Bundesregierung setzt nach der jüngsten Zollandrohung von US-Präsident Donald Trump auf eine gemeinsame europäische Linie. Man befinde sich "in engster Abstimmung mit den europäischen Partnern", teilt Regierungssprecher Stefan Kornelius mit. "Gemeinsam werden wir zur gegebenen Zeit über geeignete Reaktionen entscheiden." Die Regierung habe die Äußerungen Trumps zur Kenntnis genommen.
19.08 Uhr - EU-Ratspräsident Antonio Costa stimmt nach eigenen Angaben eine gemeinsame europäische Antwort auf die jüngsten Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump ab. Die EU werde das Völkerrecht immer sehr entschieden verteidigen, sagt Costa auf einer Pressekonferenz. Dies gelte überall, beginne aber natürlich in den Mitgliedstaaten.
18.58 Uhr - Norwegen stellt sich nach den jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump hinter Dänemark. "Wir sind nicht der Meinung, dass die Frage von Zöllen in diesen Zusammenhang gehört", teilt Außenminister Espen Barth Eide mit. Innerhalb der Nato sei man sich weithin einig, dass die Sicherheit in der Arktis einschließlich Grönlands gestärkt werden müsse.