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Menschenrechtsgruppen: Proteste im Iran nach massiven Repressionen abgeflaut

ReutersJan 16, 2026 11:32 AM

- Die Proteste im Iran sind nach Darstellung von Anwohnern und Menschenrechtsgruppen von den Sicherheitskräften weitgehend niedergeschlagen worden. Die iranisch-kurdische Menschenrechtsgruppe Hengaw mit Sitz in Norwegen teilte Reuters am Freitag mit, dass es seit Sonntag keine Protestkundgebungen mehr gegeben habe. Die Sicherheitslage sei jedoch weiterhin "sehr restriktiv". Anwohner in der Hauptstadt Teheran sagten, die Lage sei ruhig. Es gebe jedoch Berichte über vereinzelte Unruhen in anderen Landesteilen. Die staatsnahe Nachrichtenagentur Tasnim meldete, Randalierer hätten in der Provinz Isfahan ein Büro der Bildungsbehörde in Brand gesetzt.

US-Präsident Donald Trump hat wiederholt mit einem Militärschlag gegen die Führung in Teheran gedroht, sollte das Töten von Demonstranten anhalten. Das Weiße Haus teilte am Donnerstag mit, Trump beobachte die Lage genau und habe die iranische Führung vor "ernsten Konsequenzen" gewarnt. Trump sei zudem darüber informiert worden, dass 800 geplante Hinrichtungen in Iran gestoppt worden seien, sagte eine Sprecherin in Washington. Nach Angaben eines Regierungsvertreters aus den Golf-Staaten haben Verbündete der USA wie Saudi-Arabien und Katar diese Woche intensiv mit der Regierung in Washington verhandelt, um einen US-Angriff zu verhindern.

Nach Angaben der US-Menschenrechtsgruppe HRANA sind bei den Unruhen bislang 2677 Menschen getötet worden. Demnach gab es insgesamt über 19.000 Festnahmen, wie ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin ergänzend mitteilte. Die Nachrichtenagentur Reuters kann diese Zahl nicht unabhängig überprüfen. Ein iranischer Vertreter hatte Anfang der Woche von etwa 2000 Toten gesprochen.

Die iranische Regierung macht ausländische Feinde für die Anstiftung der Unruhen verantwortlich. Die Proteste hatten sich am 28. Dezember an der hohen Inflation entzündet und sich zu einer der größten Herausforderungen für die geistliche Führung des Landes seit der Islamischen Revolution von 1979 entwickelt.

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