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Iran dementiert Hinrichtungspläne - Westen schränkt Reisen ein

ReutersJan 15, 2026 12:40 AM

- Der iranische Außenminister Abbas Araktschi hat Pläne für Hinrichtungen von Demonstranten dementiert. "Es gibt überhaupt keinen Plan für Hinrichtungen", sagte der Außenminister am Mittwoch in einem Interview mit dem US-Sender Fox News. "Hängen steht außer Frage." Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump gedroht, er werde sehr starke Maßnahmen ergreifen, sollte der Iran damit beginnen, Demonstranten zu hängen. Später erklärte Trump, ihm sei mitgeteilt worden, dass die Tötungen nachließen und keine Massenhinrichtungen geplant seien.

Die Proteste gelten als die größte innenpolitische Herausforderung für die iranische Führung seit der Islamischen Revolution 1979. Die in den USA ansässige Menschenrechtsgruppe HRANA gab an, bisher den Tod von 2403 Demonstranten und 147 regierungsnahen Personen bestätigt zu haben. Zudem seien mehr als 18.000 Menschen verhaftet worden. Die Lage in der Region ist äußerst angespannt. Im vergangenen Jahr führte der Iran einen zwölftägigen Krieg mit dem US-Verbündeten Israel. Im Juni bombardierte das US-Militär zudem iranische Atomanlagen.

Angesichts der Lage haben mehrere westliche Staaten ihre Bürger zur Ausreise aufgefordert und den Flugverkehr eingeschränkt. Italien und Polen forderten ihre Bürger auf, den Iran zu verlassen. Großbritannien schloss vorübergehend seine Botschaft in Teheran. Die Bundesregierung warnte deutsche Fluggesellschaften, woraufhin die LufthansaLHAG.DE ankündigte, den iranischen und irakischen Luftraum zu umfliegen. Die USA zogen am Mittwoch einen Teil ihres Militärpersonals von Stützpunkten im Nahen Osten ab. Der Iran selbst sperrte seinen Luftraum vorübergehend für die meisten Flüge.

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