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Trump fordert einjährige Obergrenze für Kreditkartenzinsen auf zehn Prozent

ReutersJan 10, 2026 2:45 AM

- US-Präsident Donald Trump hat eine einjährige Obergrenze für die Zinsen von Kreditkarten gefordert. Vom 20. Januar 2026 an sollen die Zinsen auf zehn Prozent begrenzt werden, schrieb Trump am Donnerstag (Ortszeit) auf der von ihm mitbegründeten Social-Media-Plattform Truth Social. Details, wie sein Plan umgesetzt werden soll oder wie er die Unternehmen zur Einhaltung der Vorgabe bewegen will, nannte er jedoch nicht. "Wir werden nicht länger zulassen, dass die amerikanische Öffentlichkeit von Kreditkartenunternehmen 'abgezockt' wird", fügte Trump hinzu.

Trump hatte eine solche Deckelung bereits im Wahlkampf 2024 versprochen. Abgeordnete beider Parteien hatten sich besorgt über die hohen Zinsen geäußert und parteiübergreifende Gesetzentwürfe zur Deckelung der Zinsen eingebracht, die jedoch bislang nicht erfolgreich waren. Im vergangenen Jahr hatte die Trump-Regierung hingegen eine Regelung aus der Ära von Ex-Präsident Joe Biden zu Säumnisgebühren bei Kreditkarten gekippt. Ein Bundesrichter hatte die Regelung, die Gebühren auf acht Dollar begrenzte, daraufhin verworfen.

Der US-Hedgefonds-Manager Bill Ackman bezeichnete den Vorstoß als "Fehler". Könnten die Anbieter keine angemessenen Zinsen zur Deckung von Verlusten und zur Erzielung einer Rendite verlangen, würden sie die Karten von Millionen Verbrauchern kündigen, schrieb Ackman auf der Plattform X. Das Weiße Haus äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu Details, teilte aber auf Social Media mit, der Präsident deckele die Zinsen. Große US-Banken und Kreditkartenanbieter wie American ExpressAXP.N, Capital OneCOF.N, JPMorganJPM.N, CitigroupC.N und Bank of AmericaBAC.N reagierten zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

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