
Berlin, 09. Jan (Reuters) - Der Münchner Autobauer BMWBMWG.DE hat zum Jahresende einen Absatzdämpfer verzeichnet. Insgesamt wurden im vierten Quartal nur noch 667.981 Autos und Motorräder der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce an die Kunden übergeben, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Das sind 4,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Vor allem ein kräftiger Rückgang in China spielte dabei eine Rolle, aber auch das Geschäft in den USA schwächelte. Für das Gesamtjahr meldete BMW einen weltweiten Absatz von 2,46 Millionen Autos, was einem Wachstum von 0,5 Prozent entspricht.
In China sind westliche Autobauer seit längerem unter Druck. Dort tobt ein Preiskrieg bei Elektroautos, zugleich verlieren Verbrenner an Beliebtheit. Erstmals wurden nach Angaben des chinesischen Branchenverbandes CPCA im vergangenen Jahr mehr elektrifizierte Fahrzeuge - zu denen neben Elektroautos auch Plug-In-Hybride gehören - verkauft als reine Benzin- oder Dieselwagen. BMW verkaufte 2025 in der Volksrepublik nur noch 625.527 Fahrzeuge, das sind 12,5 Prozent weniger als 2024. Für das vierte Quartal meldeten die Münchner sogar ein Minus von 15,9 Prozent.
In den USA wurden trotz der Zölle von US-Präsident Donald Trump mit 417.638 Autos im Gesamtjahr fünf Prozent mehr abgesetzt. Allerdings hinterließen die Abgaben ihre Spuren: Im vierten Quartal sank der Absatz um 4,6 Prozent. Die Münchner betreiben ihr weltweit größtes Werk in Spartanburg, dort werden die großen SUV-Modelle gefertigt, die in den USA besonders beliebt sind. Limousinen werden dagegen importiert.
Deutlich besser lief es dagegen in Europa. Hier lag das Absatzplus im Gesamtjahr bei 7,3 Prozent auf gut eine Million Fahrzeuge, im vierten Quartal waren es vier Prozent mehr Autos und Motorräder. Vertriebschef Jochen Goller verwies insbesondere auf die starke Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen: Inzwischen sei rund jeder vierte verkaufte BMW ein Elektroauto. Das stimme den Dax-Konzern zuversichtlich, die CO2-Emissionsziele für 2025 zu erreichen.