tradingkey.logo

US-Heimatschutzministerium: Angeschossener Mann in Portland ist venezolanisches Bandenmitglied

ReutersJan 9, 2026 4:30 AM

- Nach Angaben des US-Heimatschutzministeriums handelt es sich bei einem am Donnerstag von einem Beamten der US-Einwanderungsbehörde in der US-Stadt Portland angeschossenen Mann um ein "mutmaßliches venezolanisches Bandenmitglied". Der Vorfall habe sich während einer gezielten Fahrzeugkontrolle durch Beamte der US-Grenzschutzbehörde (U.S. Border Patrol)ereignet. Der Fahrer habe versucht, sein Fahrzeug als Waffe einzusetzen und die Beamten zu überfahren. Daraufhin habe ein Beamter "einen Schuss zur Verteidigung" abgegeben, teilte das DHS mit. Der Fahrer und eine Beifahrerin seien davongefahren. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte die Umstände des Vorfalls nicht unabhängig überprüfen.

Die Polizei von Portland teilte mit, die Schüsse seien in der Nähe einer Klinik im Osten der Stadt gefallen. Sechs Minuten nach ihrer Ankunft am Tatort sei die Polizei informiert worden, dass zwei Personen mit Schusswunden – ein Mann und eine Frau – etwa drei Kilometer nordöstlich um Hilfe gebeten hätten. Die Beamten legten bei beiden Druckverbände an, bevor sie in ein Krankenhaus gebracht wurden. Ihr Zustand war zunächst unklar.

Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag forderten der Bürgermeister von Portland, Keith Wilson, und die Gouverneurin von Oregon, Tina Kotek, beides Demokraten, die Einwanderungsbehörden auf, ihre Aktionen in Portland einzustellen, bis der Vorfall vollständig aufgeklärt sei. Bürgermeister Wilson sagte, seine Stadt habe nun mit "Gewalt durch Bundesagenten" zu kämpfen. "Wir können nicht tatenlos zusehen, während der Schutz der Verfassung ausgehöhlt wird und das Blutvergießen zunimmt." Er forderte die Einwanderungs- und Zollbehörde ICE auf, alle Einsätze in der Stadt bis zum Abschluss einer Untersuchung einzustellen. "Die Militarisierung durch den Bund untergräbt eine effektive, gemeinschaftsbasierte öffentliche Sicherheit", sagte Wilson. Er werde jedes verfügbare rechtliche Mittel nutzen, um die Bürgerrechte der Einwohner zu schützen. Die Polizei bat die Bevölkerung von Portland, Ruhe zu bewahren.

FRAU IN MINNEAPOLIS ERSCHOSSEN

Am Mittwoch war eine Frau bei einem Einsatz von US-Einwanderungsbeamten in Minneapolis, im US-Bundesstaat Minnesota, erschossen worden. Die Darstellungen der US-Regierung und lokaler Behörden zum Hergang des Vorfalls widersprechen sich. Heimatschutzministerin Kristi Noem sprach von Notwehr und warf der Frau "inländischen Terrorismus" vor. US-Präsident Donald Trump erklärte, die Frau habe den Beamten überfahren. Der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, wies dies jedoch als "völligen Unsinn" zurück und berief sich auf Videos von Augenzeugen. Darin ist zu sehen, wie ein Beamter drei Schüsse auf das Auto der Frau abgibt, während es an ihm vorbeizufahren scheint. Der Vorfall ereignete sich im Zuge einer von Präsident Trump angeordneten Aktion gegen Einwanderung, für die 2000 Bundesbeamte in die Region Minneapolis entsandt wurden. Bei der Getöteten handelt es sich um eine 37-jährige US-Bürgerin und Mutter von drei Kindern.

Haftungsausschluss: Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellen keine Finanz- oder Anlageberatung dar

Verwandte Artikel

Tradingkey
KeyAI