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VENEZUELA-TICKER-Söder begrüßt Sturz von Maduro

ReutersJan 6, 2026 12:31 PM

- Die USA haben Venezuela angegriffen und den langjährigen Präsidenten des ölreichen südamerikanischen Staates, Nicolas Maduro, nach New York in ein Gefängnis überstellt. Es folgen wichtige Entwicklungen im Ticker:

13.20 Uhr - CSU-Parteichef Markus Söder und CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann begrüßen den Sturz des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro durch die USA. "Gut, dass Maduro weg ist. Gut, dass Maduro weg ist. Das ist das Positive", sagt Söder zum Auftakt der Klausurtagung der CSU-Bundestagsabgeordneten im bayerischen Kloster Seeon. "Er war kein Präsident, sondern ein Diktator, und wenn ein Diktator weg ist, dann ist das eine gute Nachricht", fügt Hoffmann hinzu. Denn Maduros Macht habe sich auf Wahlmanipulation gegründet. Eine Parallele der US-Intervention in Venezuela mit der Situation in der Ukraine sieht Hoffmann nicht. "Das in der Ukraine ist ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg, dem Zigtausende zum Opfer fallen, Zigtausende an Toten", sagt er. Das sei "eine Kategorie, die nicht auf der Ebene beurteilt werden kann, wie das, was wir jetzt in Venezuela erleben".

11.35 Uhr - Das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen hat die US-Intervention in Venezuela als Verletzung des Völkerrechts bezeichnet. Die Weltgemeinschaft müsse klarstellen, dass ein solches Vorgehen die Staaten weltweit unsicherer mache, fordert die UN-Behörde. Das US-Vorgehen sende das Signal, dass die Mächtigen tun könnten, was immer sie wollten, sagt Sprecherin Ravina Shamdasani vor Journalisten.

08.40 Uhr - Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Hoffmann, hält die Beurteilung des US-Angriffs auf Venezuela auch nach vier Tagen immer noch für schwierig. "Ich glaube, man muss das der Reihe nach bewerten. Zunächst einmal muss man sagen: Da ist ein Diktator weg – und das ist per se zunächst eine gute Nachricht", sagt Hoffmann den TV-Sendern RTL/ntv. Die völkerrechtliche Bewertung sei "eine andere Frage, die gar nicht so einfach zu beantworten ist". Man müsse das eine vom anderen trennen, so der CSU-Landesgruppenchef. Nicolas Maduro sei kein legitimer Präsident Venezuelas gewesen, weil die Wahlen manipuliert gewesen seien. Das zeige "die ganze Komplexität" dieser Frage.

02.02 Uhr - In Venezuela kehrt nach der Festnahme von Präsident Nicolas Maduro teilweise wieder Normalität ein, die Lage bleibt jedoch angespannt. Viele Geschäfte öffnen wieder, auch wenn die Straßen und Läden leerer sind als üblich. "Wir haben Angst, aber wir können uns nicht lähmen lassen", sagt die 52-jährige Unternehmerin Mariela Gonzalez. Viele Menschen seien aus finanzieller Not zur Arbeit zurückgekehrt. "Ob mit Angst oder ohne, man muss essen", sagt eine 41-jährige Fahrerin. US-Präsident Donald Trump hat erklärt, die USA würden Venezuela bis zu einem politischen Übergang führen.

01.37 Uhr - Die Aktien von US-Ölkonzernen legen zu. Anleger setzen auf einen möglichen Zugang zu den riesigen Ölreserven Venezuelas. Die Papiere von ChevronCVX.N, dem einzigen großen US-Konzern, der derzeit noch in Venezuela tätig ist, steigen um fünf Prozent. Die Aktien der Raffineriebetreiber Marathon PetroleumMPC.N, Phillips 66PSX.N und Valero EnergyVLO.N gewinnen zwischen drei und neun Prozent. Auch die Papiere der Öldienstleister Baker HughesBKR.O, HalliburtonHAL.N und SLBSLB.N legen zwischen vier und neun Prozent zu. Der Ölpreis steigt um einen Dollar je Barrel.

00.45 Uhr - US-Präsident Donald Trump stellt Subventionen für Ölkonzerne in Aussicht, um die Energieinfrastruktur Venezuelas wieder aufzubauen. Ein solches Projekt könne in weniger als 18 Monaten abgeschlossen werden, sagt Trump in einem Interview mit dem Sender NBC. Die US-Regierung plant Insidern zufolge noch in dieser Woche Treffen mit Vertretern von US-Ölkonzernen, um über eine Steigerung der venezolanischen Ölförderung zu beraten. Die Regierung habe den Konzernen bedeutet, dass sie für eine Entschädigung für vor zwei Jahrzehnten verstaatlichte Vermögenswerte rasch nach Venezuela zurückkehren und erheblich investieren müssten, hatte die Nachrichtenagentur Reuters zuvor berichtet.

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