
05. Jan (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
11.10 Uhr - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die frühere kanadische Vize-Regierungschefin Chrystia Freeland zu seiner Wirtschaftsberaterin ernannt. Er begründet dies mit ihrer Erfahrung bei der Anwerbung von Investitionen. "Die Ukraine muss jetzt ihre innere Widerstandsfähigkeit stärken", schrieb Selenskyj auf der Online-Plattform X. Dies sei sowohl für den Wiederaufbau des Landes nötig, falls die Diplomatie rasch Ergebnisse liefere, als auch zur Stärkung der Verteidigung, falls die Beendigung des Krieges wegen Verzögerungen seitens der Partner länger dauere. Freeland, die ukrainische Vorfahren hat, war von 2019 bis 2024 stellvertretende Ministerpräsidentin Kanadas. Sie ist Abgeordnete im kanadischen Parlament und zudem Sondergesandte der Regierung in Ottawa für die Ukraine.
02.42 Uhr - US-Präsident Donald Trump zweifelt die russischen Angaben zu einem angeblichen ukrainischen Angriff auf eine Residenz des Präsidenten Wladimir Putin an. "Ich glaube nicht, dass dieser Angriff stattgefunden hat", sagt Trump am Sonntag. Es sei zwar etwas in der Nähe passiert, dies habe aber nichts damit zu tun. Moskau wirft Kiew vor, am Montag versucht zu haben, mit 91 Langstreckendrohnen eine Residenz Putins in der nordrussischen Region Nowgorod anzugreifen. Die Ukraine und westliche Staaten bestreiten die russische Darstellung.
00.43 Uhr - Die Ukraine greift die russische Hauptstadt Moskau seit Jahresbeginn offenbar täglich mit Drohnen an. Das russische Verteidigungsministerium teilte am Montag mit, allein bis Sonntag Mitternacht seien 57 Drohnen über der Region Moskau zerstört worden. Wegen der Angriffe müssen die Flughäfen in der Hauptstadt nach Angaben der russischen Luftfahrtbehörde Rosawiazija immer wieder vorübergehend schließen. Eine ukrainische Stellungnahme liegt nicht vor. Die Regierung in Kiew erklärt jedoch seit Längerem, mit solchen Angriffen die russische Militärlogistik und Energieinfrastruktur schwächen zu wollen.
00.36 Uhr - Ein ukrainischer Drohnenangriff löst in der Stadt Jelez in der russischen Region Lipezk einen Brand in einem Industriegebiet aus. Das teilt der Gouverneur der Region, Igor Artamonow, mit. Verletzte gebe es nicht. In Jelez befindet sich das Batteriewerk Energija, ein wichtiger Hersteller für die russische Rüstungsindustrie. Die Ukraine hat das Werk nach eigenen Angaben bereits früher angegriffen.