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Betrugsvorwürfe nach knapper Wahl in Honduras

ReutersDec 31, 2025 5:02 AM

- In Honduras hat der unterlegene Präsidentschaftskandidat Salvador Nasralla das Ergebnis der Wahl vom 30. November formell angefochten. Sein Anwaltsteam reichte am Montag einen entsprechenden Antrag beim Wahlgericht des Landes ein. "Es habe zu viele Ungereimtheiten in diesem Wahlprozess gegeben", sagte Nasrallas Anwältin am Montag. In vielen Teilen des Landes seien die Stimmen für den Sieger Nasry Asfura aufgebläht worden. Beweise für den Betrugsvorwurf legte Nasrallas Team jedoch nicht öffentlich vor. Asfuras Partei wies die Anschuldigungen zurück. Der konservative Kandidat Asfura war an Heiligabend zum Sieger erklärt worden. Dem Wahlamt zufolge trennte die beiden Kandidaten weniger als ein Prozent der Stimmen.

Die Anfechtung erfolgt während erhöhter politischer Spannungen und eines tiefen Misstrauens in der Bevölkerung gegenüber dem Wahlprozess. Nasralla, der bereits seine Niederlage bei der Wahl 2017 angefochten hatte, fordert eine umfassende Überprüfung und Neuauszählung der Stimmzettel in mindestens zwölf der 18 Regierungsbezirke des Landes. Auch der Generalstaatsanwalt sowie der Chef des honduranischen Kongresses haben die Ergebnisse zurückgewiesen. Das Wahlgericht setzte der Wahlbehörde eine Frist von 48 Stunden, um die Unterlagen für die beantragte Neuauszählung vorzulegen. Asfura, der vom ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump unterstützt wurde, soll sein Amt am 27. Januar antreten.

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