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Trump: USA haben erstmals Ziel in Venezuela angegriffen

ReutersDec 29, 2025 8:44 PM

- Die USA haben nach den Worten von Präsident Donald Trump erstmals ein Ziel auf dem Festland Venezuelas angegriffen. Es habe eine große Explosion in einem Hafengebiet gegeben, in dem Drogen auf Boote verladen würden, sagte Trump am Montag. "Wir haben alle Boote getroffen, und jetzt haben wir das Gebiet getroffen." Es wäre der erste offiziell bekannte Fall, bei dem die USA seit Beginn ihres Vorgehens gegen die Regierung von Präsident Nicolas Maduro ein Ziel an Land beschossen hätten.

Es war zunächst unklar, welches Ziel getroffen worden sein soll und welcher Teil der US-Regierung den Angriff ausgeführt hat. Auf die Frage, ob der Geheimdienst CIA dafür verantwortlich sei, sagte Trump: "Ich weiß genau, wer es war, aber ich will nicht sagen, wer es war." Eine Stellungnahme aus Venezuela lag zunächst nicht vor. Auch unabhängige Berichte aus Venezuela über einen solchen Vorfall gab es nicht. Die CIA, das Weiße Haus und das Pentagon lehnten eine Stellungnahme ab.

Gerüchte, wonach es sich bei dem von Trump erwähnten Vorfall um einen Brand in der Chemiefabrik Primazol im Bundesstaat Zulia an Heiligabend gehandelt haben könnte, wies das Unternehmen zurück. Anwohner hatten Reuters berichtet, sie hätten eine Explosion gehört, Feuer gesehen und Chlorgeruch wahrgenommen.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte im November Monat berichtet, dass die USA eine neue Phase ihres Vorgehens gegen Venezuela einleiten wollten, um den Druck auf Maduro zu erhöhen. Zwei US-Beamte sagten damals, verdeckte Operationen würden wohl den ersten Teil der neuen Maßnahmen bilden.

Bislang konzentrierte sich das US-Vorgehen vor allem auf militärische Angriffe gegen Schiffe, die nach US-Angaben zum Drogentransport genutzt wurden. Bei mehr als 20 solcher Angriffe in der Karibik und im Ostpazifik wurden bislang mehr als 100 Menschen getötet. Die Regierung Trump hat zudem eine massive Militärpräsenz in der Karibik mit mehr als 15.000 Soldaten aufgebaut.

Das Vorgehen ist auch im US-Kongress umstritten. Anfang Dezember informierten ranghohe US-Militärs Abgeordnete über einen Vorfall im September, bei dem bei einem US-Angriff elf Menschen starben. Überlebende seien bei einem zweiten, von Admiral Frank Bradley befohlenen Angriff getötet worden. Demokraten im Kongress stellten infrage, ob der zweite Angriff im Einklang mit dem Völkerrecht stand.

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