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Comeback für Kurtis Nationalisten bei Parlamentswahl im Kosovo

ReutersDec 29, 2025 4:17 PM

- Nach der Parlamentswahl im Kosovo steht die nationalistische Partei Vetevendosje des amtierenden Ministerpräsidenten Albin Kurti vor einer erneuten Regierungsbildung. Nach Auszählung fast aller Stimmen kam Vetevendosje auf mehr als 49 Prozent der Stimmen, so dass Kurti allenfalls kleine Koalitionspartner benötigt, um eine Regierung zu bilden und das politische Patt der vergangenen Monate zu überwinden. Die großen Oppositionsparteien lehnen eine Koalition mit Kurti ab. Dieser hatte bei der letzten Wahl im Februar eine Mehrheit verfehlt, danach scheiterten monatelange Koalitionsgespräche. Präsidentin Vjosa Osmani löste daraufhin im November das Parlament auf und setzte die Neuwahl an.

Das Parlament muss im April einen neuen Präsidenten wählen und Kreditvereinbarungen mit der EU und der Weltbank in Höhe von einer Milliarde Euro ratifizieren, die in den kommenden Monaten auslaufen. Der Kosovo hatte 2008 mit Unterstützung der USA seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt. Das 1,6-Millionen-Einwohner-Land leidet unter Armut, Instabilität und organisierter Kriminalität. Spannungen mit Serbien flammten 2023 auf und veranlassten die EU, Sanktionen gegen das Kosovo zu verhängen. Die EU kündigte zwar an, diese aufzuheben, nachdem in den nördlichen Gemeinden Bürgermeister der serbischen Minderheit gewählt worden waren. Die Sanktionen dürften das Kosovo jedoch Hunderte Millionen Euro gekostet haben.

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