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USA verfolgen venezolanischen Tanker – Streit im UN-Sicherheitsrat

ReutersDec 24, 2025 5:02 AM

- Die US-Küstenwache verfolgt seit Sonntag einen mit Venezuela in Verbindung stehenden Öltanker, wartet aber vor einem Zugriff offenbar auf Verstärkung. Vor einem möglichen Versuch, das Schiff zu entern und zu beschlagnahmen, sei die Ankunft von Spezialkräften nötig, sagten ein US-Regierungsvertreter und eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Besatzung des Schiffes mit dem Namen Bella 1 sei der Aufforderung, anzuhalten und sich durchsuchen zu lassen, nicht nachgekommen. Es ist bereits der dritte Tanker binnen kurzer Zeit, den die USA ins Visier nehmen. Zwei weitere wurden bereits aufgebracht. US-Präsident Donald Trump hatte Anfang des Monats eine sogenannte Blockade aller sanktionierten Öltanker angeordnet, die Venezuela anlaufen oder verlassen.

Die US-Regierung hatte zuvor im UN-Sicherheitsrat angekündigt, die Sanktionen gegen die Regierung von Präsident Nicolas Maduro im maximalen Umfang durchsetzen zu wollen, um ihr die Geldmittel zu entziehen. Die sanktionierten Öltanker seien die primäre wirtschaftliche Lebensader für Maduro und sein illegitimes Regime, sagte der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz. Zudem finanzierten sie die Narko-Terror-Gruppe Cartel de Los Soles. Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja warnte, das Vorgehen könne zu einer Vorlage für künftige Militäraktionen gegen lateinamerikanische Staaten werden. China forderte die USA auf, die entsprechenden Aktionen unverzüglich einzustellen. Der venezolanische UN-Botschafter Samuel Moncada wies die US-Darstellung zurück. Die Bedrohung sei nicht Venezuela, sondern die US-Regierung, sagte er.

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