
28. Nov (Reuters) - Die Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo und Ruandas wollen Insidern zufolge in der kommenden Woche in Washington ein Friedensabkommen unterzeichnen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag von drei mit der Angelegenheit vertrauten Personen erfuhr, soll ein entsprechendes Treffen mit US-Präsident Donald Trump am Donnerstag stattfinden. Die Staatschefs Felix Tshisekedi aus dem Kongo und Paul Kagame aus Ruanda sollen dabei ein im Juni vereinbartes Friedensabkommen sowie einen Rahmen für die regionale wirtschaftliche Integration ratifizieren, erklärte die Sprecherin des kongolesischen Präsidenten. Stellungnahmen der beiden anderen Staaten lagen zunächst nicht vor.
Die USA versuchen, im kriegsgebeutelten Osten des Kongo zu vermitteln und westliche Bergbau-Investitionen in die Region voranzutreiben. Die von Ruanda unterstützte Rebellengruppe M23 nahm in diesem Jahr bei einer Offensive im Ostkongo die beiden größten Städte der Region ein. Bei den Kämpfen kamen Tausende Menschen ums Leben und Hunderttausende wurden vertrieben. Ruanda verneint, die M23 zu unterstützen. Einem Bericht von UN-Experten vom Juli zufolge steuert die Regierung in Kigali jedoch die Rebellen. Tshisekedi hatte einen Abzug der ruandischen Truppen aus dem Ostkongo zur Bedingung für eine regionale wirtschaftliche Integration gemacht.