
10. Sep (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine seit Beginn der großangelegten russischen Invasion im Februar 2022. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
20.10 Uhr - Kanzler Friedrich Merz hat nach eigenen Angaben mit dem polnischen Ministerpräsident Donald Tusk telefoniert. Er teile die Einschätzung von Tusk, dass die russischen Drohnen nicht aus Versehen in den polnischen Luftraum eingedrungen sind. "Wir sind und bleiben verteidigungsbereit", sagt Merz. Man erlebe eine neue Qualität russischer Angriffe.
16.40 Uhr - Der kanadische Ministerpräsident Mark Carney verurteilt den Einflug russischer Drohnen in den polnischen Luftraum als rücksichtslos und eskalierend. Kanada stimme sich eng mit seinen Nato-Verbündeten ab, erklärt Carney. Der Vorfall zeige die Notwendigkeit, den Druck auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu erhöhen, um den Krieg gegen die Ukraine zu beenden. "Putin demonstriert einmal mehr seine völlige Missachtung aller Friedensbemühungen", sagt Carney.
16.09 Uhr - Das russische Außenministerium erklärt, das Verteidigungsministerium habe Darstellungen als Mythos entlarvt, Drohnen absichtlich in polnisches Gebiet gelenkt zu haben. Das Verteidigungsministerium habe zwar einen Großangriff auf militärische Einrichtungen in der Westukraine ausgeführt, es habe aber keine Pläne gegeben, Ziele in Polen zu treffen. Man sei zu Gesprächen mit der polnischen Seite bereit, um den Vorfall zu klären, kündigt das Außenministerium an.
16.18 Uhr - US-Präsident Donald Trump will nach dem Abschuss von Drohnen im polnischen Luftraum mit dem polnischen Präsidenten Karol Nawrocki telefonieren. Dies teilt ein Vertreter des Weißen Hauses mit. Trump und das Weiße Haus verfolgten die Berichte aus Polen, heißt es weiter.
16.15 Uhr - Bundeskanzler Friedrich Merz wirft Russland angesichts der Verletzung des polnischen Luftraums "rücksichtsloses Vorgehen" vor. Dieses reihe sich ein in eine lange Kette von Provokationen im Ostseeraum und an der Ostflanke der Nato, teilt Regierungssprecher Stefan Kornelius mit. "Die Bundesregierung verurteilt dieses aggressive russische Vorgehen auf das Schärfste." Es sei gut, dass Polen zusammen mit den Nato-Verbündeten diese Gefahr rechtzeitig habe erkennen und abwenden können.
16.03 Uhr - Norwegens Außenminister Espen Barth Eide erklärt, die Verletzung des polnischen Luftraums mit Drohnen könnte ein Versuch Russlands sein, das westliche Militärbündnis Nato zu testen. Polens Außenminister Radoslaw Sikorski sagt, der Vorfall sei kein Versehen gewesen. Der massive Einsatz von Drohnen sei eine Bedrohung für die gesamte Nato.
15.18 Uhr - Großbritannien stellt eine Verstärkung der Nato-Luftverteidigung über Polen in Aussicht. Er habe die britischen Streitkräfte angewiesen, entsprechende Optionen zu prüfen, sagt Verteidigungsminister John Healey nach einem Treffen mit Vertretern aus Frankreich, Deutschland, Italien, Polen und der Ukraine. "Als euer Nato-Verbündeter werden wir euch, unsere polnischen Freunde, unterstützen", so Healey. "Wir werden unseren Teil dazu beitragen, die Sicherheit eurer Bevölkerung zu gewährleisten."
14.57 Uhr - EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas würdigt nach dem Zwischenfall im polnischen Luftraum die europäische Verteidigungsfähigkeit, fordert zugleich aber verstärkte Anstrengungen. Der Abschuss der Drohnen zeige, dass Europa sich verteidigen könne, sagt Kallas vor Journalisten. "Aber es ist klar, dass wir mehr tun müssen." Sie bezeichnet den Vorfall als Gamechanger. "Russland eskaliert absichtlich. Wir müssen sehr entschlossen sein." Sie betont zudem die Notwendigkeit weiterer Sanktionen gegen Russland.
14.50 Uhr - Der polnische Vize-Ministerpräsident Krzysztof Gawkowski wirft Russland und Belarus vor, in seinem Land eine Desinformationskampagne zu dem Drohnen-Vorfall gestartet zu haben. Der Einflug von Drohnen in den polnischen Luftraum sei eine von Russland geplante Aktion gewesen, betont Gawkowski. Russland hatte kurz zuvor erklärt, keine Angriffe auf Ziele in Polen geplant zu haben. Das Militär des eng mit Russland verbündeten Belarus teilte seinerseits mit, vom Kurs abgekommene Drohnen abgeschossen zu haben. Zudem habe Belarus Polen und Litauen über den Anflug von Drohnen informiert.
14.24 Uhr - Das russische Verteidigungsministerium erklärt, es habe nicht geplant, Ziele in Polen zu treffen. Es habe einen erfolgreichen Großangriff mit Drohnen auf militärische Einrichtungen in der Westukraine gegeben, so das Ministerium. Es verweist zudem darauf, dass die russischen Drohnen, "die angeblich die Grenze zu Polen überquert haben", eine Reichweite von nicht mehr als 700 Kilometern hätten. Dennoch sei man zu Konsultationen mit dem polnischen Verteidigungsministerium zu diesem Thema bereit, hieß es weiter. Details werden zunächst nicht bekannt.
13.57 Uhr - Die in Polen stationierten deutschen Soldaten haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums zum Lagebild beigetragen, aber nicht aktiv eingegriffen. "Ein Einsatz der Patriot, also ein Schuss unserer Lenkflugkörper, ist nicht erfolgt", sagt ein Sprecher. Deutsche Soldaten seien auch in den AWACS-Aufklärungsflugzeugen nicht an den Crews beteiligt gewesen. "Unsere Beteiligung am Vorgang ist die Lagebilderstellung", betont er zur Abwehr der Drohnen, die in den polnischen Luftraum eingedrungen waren. Die vergangene Nacht habe gezeigt, wie wichtig eine aktive und leistungsstarke Nato-Luftverteidigung sei. "Wir haben ja nicht nur die Systeme, die in Polen stehen, sondern über ganz Europa verteilt, die Integrated Air Missile Defense."
13.50 Uhr - Bundesaußenminister Johann Wadephul verurteilt das Eindringen russischer Drohnen in den polnischen Luftraum. "Russland hat damit leichtfertig eine gefährliche Eskalation in Kauf genommen", sagt Wadephul in Berlin.
13.40 Uhr - Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius geht von einem gezielten Einflug der Drohnen in der Nacht zum Mittwoch aus. Es gehe um 19 Drohnen vom Typ Chahed oder baugleiche, die von Belarus aus gestartet worden seien, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch bei einer Befragung im Bundestag. "Die Drohnen sind ganz offenkundig auf diesen Kurs gebracht worden". Man unterstütze zudem Polen bei der Ausrufung des Artikels 4 des Nato-Vertrages. Dieser sieht Konsultationen und Analysen der Bedrohungslage vor. Er ist nicht für den Fall eines Angriffs auf Nato-Gebiet mit Aktivierung des Bündnisfalls vorgesehen.
13.04 Uhr - Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die Verletzung des polnischen Luftraums durch russische Drohnen als "absolut rücksichtslos" bezeichnet. Eine vollständige Bewertung des Vorfalls stehe aber noch aus, sagte Rutte am Mittwoch. "Ob es Absicht war oder nicht, es ist absolut rücksichtslos, es ist absolut gefährlich." Seine Botschaft an den russischen Präsidenten Wladimir Putin sei klar: "Beenden Sie den Krieg in der Ukraine. Hören Sie auf, den Luftraum der Verbündeten zu verletzen. Und wissen Sie, dass wir bereitstehen, dass wir wachsam sind und dass wir jeden Zentimeter des Nato-Gebiets verteidigen werden." Der russische Geschäftsträger in Polen, Andrej Ordasch, hat eine Verantwortung Russlands für den Vorfall zurückgewiesen.
12.59 Uhr - Das russische Präsidialamt lehnt eine Stellungnahme zu dem Einflug von Drohnen in den polnischen Luftraum ab. Dies sei eine Angelegenheit des Verteidigungsministeriums, erklärt der Kreml. Polen hat mitgeteilt, eine große Zahl russischer Drohnen sei in den eigenen Luftraum eingedrungen. Die Drohnen, die eine Gefahr dargestellt hätten, seien abgeschossen worden, so das Nato- und EU-Land.
12.50 Uhr - Russland legt bei seiner Darstellung nach, nicht für den Drohnen-Einflug nach Polen verantwortlich zu sein. Die in der Nacht über Polen abgeschossenen Drohnen seien aus der Ukraine gekommen, sagt der russische Geschäftsträger in Warschau, Andrej Ordasch, laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA. "Wir wissen eines: Diese Drohnen flogen aus Richtung der Ukraine." Er äußerte sich beim Verlassen des polnischen Außenministeriums. Ordasch hatte zuvor mitgeteilt, er sei dort einbestellt worden. Vor dem Termin hatte er erklärt, Polen habe bislang keine Beweise für eine russische Herkunft der Drohnen vorgelegt. Russland betrachte entsprechende Anschuldigungen als haltlos.
12.36 Uhr - Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat Polen seine Solidarität zugesichert. Die Verletzung der territorialen Integrität sei inakzeptabel, schreibt Orban auf X. Der Vorfall beweise, dass die Politik Ungarns, zum Frieden im Ukraine-Krieg aufzurufen, vernünftig und rational sei. "Das Leben im Schatten eines Krieges ist voller Risiken und Gefahren. Es ist an der Zeit, dem ein Ende zu setzen!" Ungarn ist EU-Mitglied, aber wiederholt aus der von der Gemeinschaft verfolgten Politik gegenüber der Ukraine und Russland ausgeschert. Ähnlich gilt dies für die Slowakei, die Polen nun ebenfalls ihre Solidarität zusicherte. Außenminister Juraj Blanar sagt, die Verletzung des polnischen Territoriums sei eine ernsthafte Eskalation. Die Slowakei unterstütze die Bemühungen Polens um Nato-Beratungen.
12.08 Uhr - Nach Angaben des Innenministeriums in Warschau wurden bisher sieben Drohnen sowie Trümmerteile einer Rakete sichergestellt. Die Geschosse seien "von unbekannter Herkunft", erklärt eine Ministeriumssprecherin auf einer Pressekonferenz. Der polnische Präsident Karol Nawrocki erklärte zuvor, er rechne damit, in 48 Stunden vollständige Informationen über die Ereignisse der vergangenen Nacht zu bekommen. Diese Einschätzung habe ihn dazu veranlasst, innerhalb von 48 Stunden den Nationalen Sicherheitsrat Polens einzuberufen, so Nawrocki. Die Situation sei in der Geschichte Polens und der Nato beispiellos. Während eines groß angelegten russischen Angriffs auf die Ukraine wurden in der Nacht Drohnen über dem polnischen Luftraum abgeschossen.
12.05 Uhr - Unions-Vize-Fraktionschef Norbert Röttgen fordert von Russland eine Erklärung und Entschuldigung für den Drohnen-Vorfall in Polen. "Der Drohneneinsatz Russlands in Polen - ob absichtlich oder nicht - ist zu verurteilen", sagt der CDU-Politiker der Nachrichtenagentur Reuters. "Deutschland steht an der Seite Polens und erwartet eine Erklärung und Entschuldigung Russlands." Der Vorfall zeige, wie wichtig Drohnenabwehr sei. Auch Deutschland müsse hier verteidigungsfähig werden, "und zwar in den militärischen Fähigkeiten wie in den rechtlichen Grundlagen".
12.03 Uhr - Der britische Premierminister Keir Starmer kritisiert den Einflug von Drohnen in den polnischen Luftraum scharf. "Der barbarische Angriff auf die Ukraine an diesem Morgen sowie die ungeheuerliche und beispiellose Verletzung des Luftraums von Polen und der Nato durch russische Drohnen ist zutiefst besorgniserregend", erklärt Starmer. Es habe sich um einen "extrem rücksichtslosen Schritt" Russlands gehandelt. Dieser zeige die "offenkundige Geringschätzung des Friedens" durch Präsident Wladimir Putin. Starmer teilt weiter mit, er habe mit seinem polnischen Kollegen Donald Tusk gesprochen und ihm die Unterstützung Großbritanniens zugesichert.
11.45 Uhr - Der litauische Außenminister Kestutis Budrys warnt vor einer Eskalation durch Vorfälle wie den Einflug von Drohnen in den polnischen Luftraum in der Nacht. Budrys erklärt in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters zugleich, Litauen habe bislang keine Bestätigung dafür erhalten, dass das Eindringen russischer Drohnen beabsichtigt war. "Niemand ist hier sicher, niemand ist in der Region sicher, niemand ist in Europa und innerhalb der Allianz sicher, denn solche Vorfälle können sehr schnell zu einer Eskalation führen", sagt Budrys. "Wir haben ein starkes Interesse - wahrscheinlich das stärkste und größte - diese Szenarien zu vermeiden ..." Litauen ist wie Polen Mitglied der Nato und der EU. Der Baltenstaat grenzt an Polen, die russische Exklave Kaliningrad sowie an den russischen Verbündeten Belarus.
10.54 Uhr - Laut Polens Ministerpräsident Donald Tusk hat es in der Nacht 19 Luftraumverletzungen in dem Nato-Land gegeben. Ein Großteil der Drohnen sei aus Belarus eingedrungen, sagt Tusk im Parlament in Warschau. Drei Drohnen seien abgeschossen worden, wahrscheinlich auch eine vierte. "Die Tatsache, dass diese Drohnen, die eine Sicherheitsgefährdung darstellten, abgeschossen wurden, ändert die politische Situation." Deshalb beantrage Polen formell Beratungen mit seinen Verbündeten nach Artikel 4 des Nato-Vertrags. Dem Bundesverteidigungsministerium zufolge ist eine Zusammenkunft des Nordatlantikrates nach Artikel 4 des Nato-Pakts eine spezielle Form der Konsultationen unter den Verbündeten. "Sieht ein Mitgliedsland seine Sicherheit bedroht, kann es eine gemeinsame Beratung des Themas einfordern", heißt es auf der Website des Ministeriums. "Die Diskussion kann zu gemeinsamen Entscheidungen oder Aktionen führen."
10.47 Uhr - Russland weist die Vorwürfe zurück, für den Drohnen-Einflug nach Polen verantwortlich zu sein. "Wir betrachten die Anschuldigungen als haltlos", zitiert die staatliche Nachrichtenagentur RIA den russischen Geschäftsträger in Warschau, Andrej Ordasch. Polen habe bislang keine Beweise für eine russische Herkunft der Drohnen vorgelegt.
10.23 Uhr - Belarus hat in der Nacht nach eigenen Angaben mehrere Drohnen abgeschossen, die durch elektronische Störmaßnahmen vom Kurs abgekommen seien. Dies teilt der belarussische Generalstabschef Generalmajor Pawel Murawejko in einer Erklärung auf Englisch mit. Um wessen Drohnen es sich handelte, lässt er offen. Die Regierung in Minsk habe zudem Polen und Litauen über den Anflug der Drohnen informiert, hieß es in der Erklärung weiter. Belarus ist mit Russland verbündet.
10.14 Uhr - Die Ukraine hat bei dem massiven russischen Angriff in der Nacht nach eigenen Angaben 386 von 415 Drohnen und 27 von 43 Raketen abgeschossen. An 17 Orten habe es aber Einschläge gegeben, teilt die Luftwaffe mit. Dabei habe es sich um Treffer von 16 Raketen und 21 Drohnen gehandelt. Behörden in der zentralen Region Winnyzja geben bekannt, dass zivile Industrieanlagen getroffen worden seien. In der westlichen Region Wolyn löschen Rettungsdienste nach eigenen Angaben einen Brand auf einer Fläche von 1000 Quadratmetern.
10.01 Uhr - Der französische Präsident Emmanuel Macron bezeichnet den Einflug von Drohnen in den polnischen Luftraum als "schlicht inakzeptabel". Er kündigt ein baldiges Gespräch mit Nato-Chef Mark Rutte an. "Wir werden bei der Sicherheit unserer Verbündeten keine Kompromisse eingehen", schreibt Macron auf X. Der tschechische Ministerpräsident Petr Fiala spricht von einem Test für die Verteidigungsfähigkeiten der Nato-Staaten. Es sei schwer zu glauben, dass es sich bei dem Eindringen der Drohnen nur um einen Zufall gehandelt habe, schreibt Fiala ebenfalls auf X. "Das Regime von (Wladimir) Putin bedroht ganz Europa und testet systematisch, wie weit es gehen kann."
09.47 Uhr - An der Ortung russischer Drohnen waren nach Informationen aus Sicherheitskreisen auch zwei in Polen stationierte deutsche Patriot-Flugabwehrsysteme beteiligt. Das sagt ein Insider gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Aus Nato-Kreisen war zuvor verlautet, die in der Region stationierten Patriot-Luftabwehrsysteme hätten die Drohnen zwar auf dem Radar erfasst, aber nicht bekämpft.
09.38 Uhr - Die EU-Kommission will ein neues Programm zur militärischen Unterstützung der Ukraine vorschlagen. Das Programm für einen qualitativen militärischen Vorsprung ("Qualitative Military Edge") solle Investitionen in die Fähigkeiten des ukrainischen Militärs fördern, kündigt Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der Union vor dem Europäischen Parlament an.
09.34 Uhr - Die Nato wertet das Eindringen russischer Drohnen in den polnischen Luftraum einem Insider zufolge nicht als Angriff. Ersten Anzeichen zufolge sei der Einflug von sechs bis zehn Drohnen absichtlich erfolgt, erfährt die Nachrichtenagentur Reuters aus Nato-Kreisen. Es sei das erste Mal gewesen, dass Flugzeuge des Bündnisses potenziellen Bedrohungen im alliierten Luftraum entgegengetreten seien. An dem nächtlichen Einsatz seien polnische F-16-Kampfjets, niederländische F-35-Maschinen und italienische Awacs-Aufklärungsflugzeuge beteiligt gewesen. Die in der Region stationierten Patriot-Luftabwehrsysteme hätten die Drohnen zwar auf dem Radar erfasst, aber nicht bekämpft.
09.32 Uhr - EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sichert Polen die volle Solidarität der Staatengemeinschaft zu. Es brauche jetzt weitere Sanktionen gegen Russland, sagt von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der Union vor dem Europäischen Parlament in Straßburg.
09.30 Uhr - EU-Ratspräsident Antonio Costa sichert Polen nach dem Eindringen russischer Drohnen die "volle Solidarität" der EU zu. "Die Ereignisse der vergangenen Nacht sind eine deutliche Mahnung, dass die Sicherheit eines Einzelnen die Sicherheit aller ist", schreibt Costa auf X. "Russlands fortgesetzte Aggression gegen die Ukraine und rücksichtslose Verletzungen des Luftraums von EU-Mitgliedstaaten stellen eine direkte Bedrohung für die Sicherheit aller Europäer und für die kritische Infrastruktur auf unserem gesamten Kontinent dar."
09.12 Uhr - Der Einflug russischer Drohnen in den europäischen Luftraum war nach Einschätzung der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas Absicht. Ersten Erkenntnissen zufolge habe es sich nicht um ein Versehen gehandelt, schreibt Kallas auf X. "Russlands Krieg eskaliert, er endet nicht." Die EU müsse den Druck auf Moskau erhöhen, die Unterstützung für die Ukraine verstärken und in die europäische Verteidigung investieren.
09.05 Uhr - Polen ist nach den Worten von Ministerpräsident Donald Tusk bereit, auf jegliche Angriffe oder Provokationen zu reagieren. "Wir haben es mit einer groß angelegten Provokation zu tun", sagt Tusk. Polen sei bereit, solche Provokationen abzuwehren. "Die Lage ist ernst, und wir müssen uns ohne Zweifel auf verschiedene Szenarien vorbereiten."
09.00 Uhr - Die Nato berät sich eng mit der Regierung in Warschau. Nato-Chef Mark Rutte stehe in Kontakt mit der polnischen Führung, teilt ein Sprecher des westlichen Verteidigungsbündnisses auf dem Kurznachrichtendienst X mit.
08.48 Uhr - Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk spricht von einer großen Zahl russischer Drohnen, die in der Nacht den polnischen Luftraum verletzt hätten. Drohnen, die eine direkte Bedrohung dargestellt hätten, seien abgeschossen worden, teilt Tusk auf X mit. Das Nato-Mitgliedsland hatte den Vorfall zuvor als "Akt der Aggression" bezeichnet.
08.40 Uhr - Laut Vertretern der polnischen Staatsanwaltschaft sind im Südosten des Landes Drohnenteile gefunden worden. Verletzte habe es nicht gegeben, teilen die örtlichen Ermittlungsbehörden mit. Der Fundort der Drohnenteile liege in dem Ort Czesniki in der Nähe eines Friedhofs.
08.33 Uhr - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland vor, bei nächtlichen Angriffen Drohnen gezielt auf Polen gerichtet zu haben. Es habe sich nicht um eine einzelne Drohne gehandelt, die als Versehen bezeichnet werden könnte, schreibt Selenskyj auf dem Kurznachrichtendienst X. Mindestens acht Drohnen seien auf das Nato-Mitgliedsland gerichtet gewesen und hätten im polnischen Luftraum operiert. Dies sei ein weiterer Schritt der Eskalation.
08.23 Uhr - Der polnische Sender Polsat News berichtet unter Berufung auf die Polizei, dass eine Drohne im Osten des Landes ein Wohnhaus getroffen habe. Es gebe keine Verletzten, meldet der Sender. Zu dem Einschlag sei es in dem Ort Wyryki gekommen. Polsat zitiert die örtliche Polizei. Bei einem groß angelegten Angriff Russlands auf den Westen der Ukraine hat die polnische Luftwaffe Drohnen abgeschossen, die laut polnischen Angaben in den Luftraum des Nato-Landes eingedrungen waren.
07.55 Uhr - Die drei polnischen Flughäfen Warschau, Modlin und Rzeszow haben den Betrieb nach Angaben der Luftsicherung wieder aufgenommen. Der Airport in Lublin bleibe aber zunächst geschlossen, sagt ein Sprecher der Behörde dem Fernsehsender TVN24.
07.45 Uhr - Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha bezeichnet das Eindringen russischer Drohnen in den polnischen Luftraum als Beweis für die Eskalation des Krieges durch den russischen Präsidenten Wladimir Putin. "Putin eskaliert, weitet seinen Krieg immer weiter aus und testet den Westen", schreibt Sybiha auf der Plattform X. Es müsse nun die Entscheidung getroffen werden, die Luftabwehr von Partnerländern zum Abfangen von Drohnen und Raketen über der Ukraine einzusetzen - einschließlich jener Geschosse, die sich den Nato-Grenzen näherten.
07.40 Uhr - Der Luftraum über dem polnischen Hauptstadtflughafen ist wieder geöffnet. Das teilte der Chopin-Flughafen in Warschau mit. Flugausfälle und Verspätungen hielten vermutlich noch an.
07.00 Uhr - Die örtliche Polizei hat im ostpolnischen Dorf Czosnowka eine beschädigte Drohne entdeckt. Der Fund sei um 5.40 Uhr bestätigt worden, schreibt die Polizei der Region Lublin auf der Plattform X. Zuvor hatte das Nato-Mitglied Polen eine Verletzung seines Luftraums während eines russischen Angriffs auf die Ukraine bekanntgegeben und eingedrungene Drohnen abgeschossen.
06.49 Uhr - Nach dem Abschuss russischer Drohnen über polnischem Staatsgebiet beruft Polens Ministerpräsident Donald Tusk eine Sondersitzung der Regierung ein. Tusk werde sich mit den für die Staatssicherheit zuständigen Ministern treffen, sagt ein Regierungssprecher. Eine außerordentliche Sitzung des Ministerrats finde um 8.00 Uhr statt.
04.24 Uhr - Polen schießt nach eigenen Angaben Drohnen über seinem Staatsgebiet ab. Zuvor sei der polnische Luftraum während eines russischen Angriffs auf die Ukraine mehrfach verletzt worden, teilt das Einsatzkommando der polnischen Streitkräfte mit. Nun werde nach den Trümmern gesucht.
02.16 Uhr - US-Präsident Donald Trump will nach eigenen Angaben noch in dieser oder Anfang nächster Woche mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin telefonieren.
01.20 Uhr - Polen und seine Verbündeten sichern wegen einer Warnung vor russischen Drohnen den polnischen Luftraum. "Polnische und verbündete Flugzeuge operieren in unserem Luftraum, während die bodengestützten Luftabwehr- und Radaraufklärungssysteme in höchste Alarmbereitschaft versetzt wurden", teilt das Einsatzkommando der polnischen Streitkräfte auf der Plattform X mit. Die ukrainische Luftwaffe hatte zuvor gewarnt, russische Drohnen seien in den Luftraum des Nato-Mitglieds eingedrungen. Den ukrainischen Angaben zufolge sind die Drohnen in Richtung Westen unterwegs und bedrohen die polnische Stadt Zamosc. Ukrainische Medien berichten zudem, mindestens eine Drohne fliege in Richtung der westpolnischen Stadt Rzeszow. Wie viele Drohnen sich im polnischen Luftraum befinden, ist zunächst unklar.