
10. Sep (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine seit Beginn der großangelegten russischen Invasion im Februar 2022. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
09.47 Uhr - An der Ortung russischer Drohnen waren nach Informationen aus Sicherheitskreisen auch zwei in Polen stationierte deutsche Patriot-Flugabwehrsysteme beteiligt. Das sagt ein Insider gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Aus Nato-Kreisen war zuvor verlautet, die in der Region stationierten Patriot-Luftabwehrsysteme hätten die Drohnen zwar auf dem Radar erfasst, aber nicht bekämpft.
09.38 Uhr - Die EU-Kommission will ein neues Programm zur militärischen Unterstützung der Ukraine vorschlagen. Das Programm für einen qualitativen militärischen Vorsprung ("Qualitative Military Edge") solle Investitionen in die Fähigkeiten des ukrainischen Militärs fördern, kündigt Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der Union vor dem Europäischen Parlament an.
09.34 Uhr - Die Nato wertet das Eindringen russischer Drohnen in den polnischen Luftraum einem Insider zufolge nicht als Angriff. Ersten Anzeichen zufolge sei der Einflug von sechs bis zehn Drohnen absichtlich erfolgt, erfährt die Nachrichtenagentur Reuters aus Nato-Kreisen. Es sei das erste Mal gewesen, dass Flugzeuge des Bündnisses potenziellen Bedrohungen im alliierten Luftraum entgegengetreten seien. An dem nächtlichen Einsatz seien polnische F-16-Kampfjets, niederländische F-35-Maschinen und italienische Awacs-Aufklärungsflugzeuge beteiligt gewesen. Die in der Region stationierten Patriot-Luftabwehrsysteme hätten die Drohnen zwar auf dem Radar erfasst, aber nicht bekämpft.
09.32 Uhr - EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sichert Polen die volle Solidarität der Staatengemeinschaft zu. Es brauche jetzt weitere Sanktionen gegen Russland, sagt von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der Union vor dem Europäischen Parlament in Straßburg.
09.30 Uhr - EU-Ratspräsident Antonio Costa sichert Polen nach dem Eindringen russischer Drohnen die "volle Solidarität" der EU zu. "Die Ereignisse der vergangenen Nacht sind eine deutliche Mahnung, dass die Sicherheit eines Einzelnen die Sicherheit aller ist", schreibt Costa auf X. "Russlands fortgesetzte Aggression gegen die Ukraine und rücksichtslose Verletzungen des Luftraums von EU-Mitgliedstaaten stellen eine direkte Bedrohung für die Sicherheit aller Europäer und für die kritische Infrastruktur auf unserem gesamten Kontinent dar."
09.12 Uhr - Der Einflug russischer Drohnen in den europäischen Luftraum war nach Einschätzung der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas Absicht. Ersten Erkenntnissen zufolge habe es sich nicht um ein Versehen gehandelt, schreibt Kallas auf X. "Russlands Krieg eskaliert, er endet nicht." Die EU müsse den Druck auf Moskau erhöhen, die Unterstützung für die Ukraine verstärken und in die europäische Verteidigung investieren.
09.05 Uhr - Polen ist nach den Worten von Ministerpräsident Donald Tusk bereit, auf jegliche Angriffe oder Provokationen zu reagieren. "Wir haben es mit einer groß angelegten Provokation zu tun", sagt Tusk. Polen sei bereit, solche Provokationen abzuwehren. "Die Lage ist ernst, und wir müssen uns ohne Zweifel auf verschiedene Szenarien vorbereiten."
09.00 Uhr - Die Nato berät sich eng mit der Regierung in Warschau. Nato-Chef Mark Rutte stehe in Kontakt mit der polnischen Führung, teilt ein Sprecher des westlichen Verteidigungsbündnisses auf dem Kurznachrichtendienst X mit.
08.48 Uhr - Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk spricht von einer großen Zahl russischer Drohnen, die in der Nacht den polnischen Luftraum verletzt hätten. Drohnen, die eine direkte Bedrohung dargestellt hätten, seien abgeschossen worden, teilt Tusk auf X mit. Das Nato-Mitgliedsland hatte den Vorfall zuvor als "Akt der Aggression" bezeichnet.
08.40 Uhr - Laut Vertretern der polnischen Staatsanwaltschaft sind im Südosten des Landes Drohnenteile gefunden worden. Verletzte habe es nicht gegeben, teilen die örtlichen Ermittlungsbehörden mit. Der Fundort der Drohnenteile liege in dem Ort Czesniki in der Nähe eines Friedhofs.
08.33 Uhr - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland vor, bei nächtlichen Angriffen Drohnen gezielt auf Polen gerichtet zu haben. Es habe sich nicht um eine einzelne Drohne gehandelt, die als Versehen bezeichnet werden könnte, schreibt Selenskyj auf dem Kurznachrichtendienst X. Mindestens acht Drohnen seien auf das Nato-Mitgliedsland gerichtet gewesen und hätten im polnischen Luftraum operiert. Dies sei ein weiterer Schritt der Eskalation.
08.23 Uhr - Der polnische Sender Polsat News berichtet unter Berufung auf die Polizei, dass eine Drohne im Osten des Landes ein Wohnhaus getroffen habe. Es gebe keine Verletzten, meldet der Sender. Zu dem Einschlag sei es in dem Ort Wyryki gekommen. Polsat zitiert die örtliche Polizei. Bei einem groß angelegten Angriff Russlands auf den Westen der Ukraine hat die polnische Luftwaffe Drohnen abgeschossen, die laut polnischen Angaben in den Luftraum des Nato-Landes eingedrungen waren.
07.55 Uhr - Die drei polnischen Flughäfen Warschau, Modlin und Rzeszow haben den Betrieb nach Angaben der Luftsicherung wieder aufgenommen. Der Airport in Lublin bleibe aber zunächst geschlossen, sagt ein Sprecher der Behörde dem Fernsehsender TVN24.
07.45 Uhr - Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha bezeichnet das Eindringen russischer Drohnen in den polnischen Luftraum als Beweis für die Eskalation des Krieges durch den russischen Präsidenten Wladimir Putin. "Putin eskaliert, weitet seinen Krieg immer weiter aus und testet den Westen", schreibt Sybiha auf der Plattform X. Es müsse nun die Entscheidung getroffen werden, die Luftabwehr von Partnerländern zum Abfangen von Drohnen und Raketen über der Ukraine einzusetzen - einschließlich jener Geschosse, die sich den Nato-Grenzen näherten.
07.40 Uhr - Der Luftraum über dem polnischen Hauptstadtflughafen ist wieder geöffnet. Das teilte der Chopin-Flughafen in Warschau mit. Flugausfälle und Verspätungen hielten vermutlich noch an.
07.00 Uhr - Die örtliche Polizei hat im ostpolnischen Dorf Czosnowka eine beschädigte Drohne entdeckt. Der Fund sei um 5.40 Uhr bestätigt worden, schreibt die Polizei der Region Lublin auf der Plattform X. Zuvor hatte das Nato-Mitglied Polen eine Verletzung seines Luftraums während eines russischen Angriffs auf die Ukraine bekanntgegeben und eingedrungene Drohnen abgeschossen.
06.49 Uhr - Nach dem Abschuss russischer Drohnen über polnischem Staatsgebiet beruft Polens Ministerpräsident Donald Tusk eine Sondersitzung der Regierung ein. Tusk werde sich mit den für die Staatssicherheit zuständigen Ministern treffen, sagt ein Regierungssprecher. Eine außerordentliche Sitzung des Ministerrats finde um 8.00 Uhr statt.
04.24 Uhr - Polen schießt nach eigenen Angaben Drohnen über seinem Staatsgebiet ab. Zuvor sei der polnische Luftraum während eines russischen Angriffs auf die Ukraine mehrfach verletzt worden, teilt das Einsatzkommando der polnischen Streitkräfte mit. Nun werde nach den Trümmern gesucht.
02.16 Uhr - US-Präsident Donald Trump will nach eigenen Angaben noch in dieser oder Anfang nächster Woche mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin telefonieren.
01.20 Uhr - Polen und seine Verbündeten sichern wegen einer Warnung vor russischen Drohnen den polnischen Luftraum. "Polnische und verbündete Flugzeuge operieren in unserem Luftraum, während die bodengestützten Luftabwehr- und Radaraufklärungssysteme in höchste Alarmbereitschaft versetzt wurden", teilt das Einsatzkommando der polnischen Streitkräfte auf der Plattform X mit. Die ukrainische Luftwaffe hatte zuvor gewarnt, russische Drohnen seien in den Luftraum des Nato-Mitglieds eingedrungen. Den ukrainischen Angaben zufolge sind die Drohnen in Richtung Westen unterwegs und bedrohen die polnische Stadt Zamosc. Ukrainische Medien berichten zudem, mindestens eine Drohne fliege in Richtung der westpolnischen Stadt Rzeszow. Wie viele Drohnen sich im polnischen Luftraum befinden, ist zunächst unklar.