
Berlin, 08. Sep (Reuters) - Die Bundesregierung hat die Andeutungen von US-Präsident Donald Trump begrüßt, eventuell die US-Sanktionen gegen Russland zu verschärfen. "Wir wissen alle, dass die USA den Schlüssel zu einem erhöhten Druck auf Russland in ihren Händen halten", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Montag in Berlin. "Insofern nehmen wir diese Äußerung des amerikanischen Präsidenten positiv auf", fügte er hinzu. Die Europäer bemühten sich seit Wochen, dass auch die USA ihren Aktionsdruck auf Russland erhöhten. Kornelius betonte, dass es derzeit keine Reiseplanungen für einen erneuten Besuch von Kanzler Friedrich Merz nach Washington gebe.
Er warf zugleich dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor, keinen Frieden mit der Ukraine zu wollen. Die Bundesregierung sei empört über den fortgesetzten "Terrorkrieg auf die ukrainische Zivilbevölkerung", fügte Kornelius hinzu. "Die Angriffe von gestern und der letzten Tage zeigen erneut, dass Russland weiter bereit ist, zu eskalieren." Der Charakter des Terrorkrieges habe am Wochenende nochmal eine neue Qualität bekommen. "Diese fortdauernde Kriegseskalation zeigt, dass Putin nicht verhandeln will." Er wolle Fakten schaffen. Man könne ihn nur aufhalten, indem man die Ukraine befähige, die Verteidigung aufrechtzuerhalten und Putin keinen Erfolg habe.