
07. Sep (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine seit Beginn der großangelegten russischen Invasion im Februar 2022. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
19.15 Uhr - US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Worten bereit für eine zweite Stufe von Sanktionen gegen Russland. "Ja, das bin ich", antwortet er auf die entsprechende Frage eines Journalisten in Washington. Einzelheiten zu möglichen Maßnahmen nennt er jedoch nicht.
17.30 Uhr - Zusätzlicher wirtschaftlicher Druck der USA und Europas kann nach Einschätzung von US-Finanzminister Scott Bessent den russischen Präsidenten Wladimir Putin dazu bewegen, Friedensgespräche mit der Ukraine aufzunehmen. "Wenn die USA und die Europäische Union eingreifen und weitere Sanktionen und Sekundärzölle gegen die Länder verhängen, die russisches Öl kaufen, wird die russische Wirtschaft völlig zusammenbrechen, und das wird Präsident Putin an den Verhandlungstisch bringen", sagt Bessent in der NBC-Sendung "Meet the Press". Die Regierung von US-Präsident Donald Trump sei bereit, den Druck auf Russland zu erhöhen. Allerdings müssten die europäischen Partner sich den USA anschließen, "denn wenn die USA und die EU dies gemeinsam tun, befinden wir uns in einem Wettlauf: Wie lange kann das ukrainische Militär standhalten und wie lange kann die russische Wirtschaft durchhalten?" Trump ist es entgegen seiner Ankündigung nicht gelungen, die Kämpfe zu beenden. Neue Sanktionen gegen Russland und China, einen der größten Abnehmer russischen Öls, hat Trump nicht verhängt. Dafür hat er die Zölle auf US-Importe aus Indien erhöht, das Öl aus Russland bezieht.
15.50 Uhr - Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko warnt nach dem russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt vor einer Eskalation des Krieges durch Russland und seinen Präsidenten Wladimir Putin. Der Angriff berge eine klare politische Botschaft aus Moskau, sagt Klitschko der "Bild"-Zeitung. "Es ist aus meiner Sicht kein Zufall, dass Putin erstmals in drei Jahren auch ein Regierungsgebäude angegriffen hat. Die ganze Welt muss erkennen: Putin will den Krieg immer weiter eskalieren und ist zu keiner diplomatischen Lösung bereit. Das beweist auch der Angriff auf das Regierungsgebäude, was bislang als rote Linie galt."
15.15 Uhr - Der britische Premierminister Keir Starmer äußert sich entsetzt über den größten russischen Luftangriff seit Kriegsbeginn, bei dem auch das wichtigste Regierungsgebäude in Kiew in Brand geriet. "Ich bin entsetzt über den jüngsten brutalen Angriff auf Kiew und die gesamte Ukraine, der über Nacht stattfand und bei dem Zivilisten getötet und die Infrastruktur beschädigt wurden", erklärt Starmer. "Zum ersten Mal wurde das Herz der ukrainischen Zivilregierung beschädigt. Diese feigen Angriffe zeigen, dass (der russische Präsident Wladimir) Putin glaubt, er könne ungestraft handeln. Mit dem Frieden meint er es nicht ernst."
14.40 Uhr - Bei dem größten russischen Drohnenangriff auf die Ukraine seit Kriegsbeginn sind nach Angaben der ukrainischen Behörden mindestens vier Menschen getötet worden. Unter den Toten sei ein Kleinkind. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht von vier Todesopfern. Das Innenministerium teilt mit, bei den Angriffen auf die Hauptstadt Kiew seien mehr als 20 Menschen verletzt worden. In Kiew und der umliegenden Region herrschte über elf Stunden lang Luftalarm.
14.30 Uhr - Der erneute massive russische Luftangriff auf die Ukraine stößt in Polen auf harsche Kritik. Er habe "erneut gezeigt, dass die anhaltende Verzögerung einer starken Reaktion gegen Putin und die Versuche, ihn zu beschwichtigen, keinen Sinn haben", erklärt der polnische Ministerpräsident Donald Tusk auf X mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin.
13.40 Uhr - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach dem größten russischen Drohnenangriff auf die Ukraine seit Kriegsbeginn mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron gesprochen. "Wir haben unsere diplomatischen Bemühungen, die nächsten Schritte und die Kontakte mit Partnern koordiniert, um eine angemessene Reaktion sicherzustellen", teilt Selenskyj auf Telegram mit.
13.00 Uhr - Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge hat der russische Drohnen- und Raketenbeschuss im Norden, Süden und Osten des Landes Schäden verursacht. Betroffen seien unter anderem die Städte Saporischschja, Krywyj Rih und Odessa sowie die Regionen Sumy und Tschernihiw, teilt Selenskyj auf X mit. "Solche Tötungen jetzt, da echte Diplomatie schon vor langer Zeit hätte beginnen können, sind ein vorsätzliches Verbrechen und eine Verlängerung des Krieges." Selenskyj appelliert erneut an die Verbündeten, die ukrainische Luftabwehr zu stärken.
08.13 Uhr - Die Ukraine meldet den bislang größten russischen Drohnenangriff seit Kriegsbeginn. Russland habe in der Nacht mit 805 Drohnen und 13 Raketen angegriffen, teilt die ukrainische Luftwaffe mit. Dies sei die höchste Zahl an Drohnen, die Russland seit Beginn seiner Invasion im Februar 2022 eingesetzt habe. 751 Drohnen und vier Raketen seien von der Luftabwehr abgefangen worden. Bei dem Angriff kamen nach Angaben der Behörden in Kiew drei Menschen ums Leben, darunter ein Kleinkind. Erstmals sei in der Hauptstadt auch das Hauptgebäude der ukrainischen Regierung getroffen worden, teilt Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Es sei in Brand geraten. Löschkräfte seien im Einsatz. Reporter der Nachrichtenagentur Reuters sahen, wie die oberste Etage des Gebäudes im historischen Stadtteil Petschersk in Flammen stand.
07.10 Uhr - Die Ukraine hat nach eigenen Angaben in der russischen Region Brjansk erneut die Ölpipeline Druschba angegriffen. Der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, teilt auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit, die Pipeline sei dabei durch einen Brand erheblich beschädigt worden. Über die Transitleitung werden Ungarn und die Slowakei mit russischem Öl versorgt. Die Ukraine hatte die Pipeline bereits mehrfach attackiert, was zu Unterbrechungen der Lieferungen in die beiden EU-Staaten geführt hat. Im Gegensatz zu den meisten anderen EU-Ländern sind die Slowakei und Ungarn weiterhin stark von russischem Öl abhängig, das sie über die Pipeline aus der Sowjetzeit beziehen. Beide Länder unterhalten trotz des Ukraine-Krieges und der EU-Sanktionen engere Beziehungen zu Russland.
06.00 Uhr - Nach einem russischen Angriff auf Kiew bricht ukrainischen Angaben zufolge ein Feuer im Hauptgebäude der Regierung aus. Das Gebäude befinde sich im Bezirk Petscherskyj, teilt der Chef der Militärverwaltung der Hauptstadt, Timur Tkatschenko, mit.
03.41 Uhr - Bei einem russischen Drohnenangriff auf Kiew lösen herabfallende Trümmer abgeschossener Drohnen nach Angaben von Bürgermeister Witali Klitschko ein Feuer auf dem Dach eines 16-stöckigen Wohnhauses aus. Rettungskräfte seien im Einsatz.
03.04 Uhr - Ein ukrainischer Drohnenangriff löst nach russischen Angaben einen Brand in der Ölraffinerie Ilsky in der Region Krasnodar aus. "Eine der Verarbeitungsanlagen sei in Brand geraten, das Feuer sei jedoch schnell gelöscht worden", teilt die Verwaltung der südrussischen Region mit. Verletzte habe es nicht gegeben. Das Personal sei in Sicherheit gebracht worden.
02.47 Uhr - Wegen russischer Luftangriffe auf die Westukraine haben Polen und seine Verbündeten Militärflugzeuge im Grenzgebiet entsendet. "Polnische und verbündete Flugzeuge operieren in unserem Luftraum, während bodengestützte Luftverteidigungs- und Radaraufklärungssysteme in höchste Bereitschaft versetzt sind", teilt das operative Kommando der polnischen Streitkräfte mit. In fast der gesamten Ukraine gilt Luftalarm. Die ukrainische Luftwaffe warnt vor russischen Raketen- und Drohnenangriffen.
00.09 Uhr - Am ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja schlagen nach russischen Angaben Drohnen ein und treffen das Dach eines Trainingszentrums, teilt die von Russland eingesetzte Verwaltung der Anlage mit. Es gebe keine größeren Schäden, die Strahlenwerte seien normal. Eine Stellungnahme der Ukraine liegt zunächst nicht vor.