
06. Sep (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den seit dem 7. Oktober 2023 dauernden Krieg zwischen Israel und der radikalen Palästinenserorganisation Hamas im Gazastreifen sowie um den Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen:
18.20 Uhr - Das israelische Militär bombardiert übereinstimmenden Berichten zufolge ein Hochhaus in Gaza-Stadt. Ob es Tote oder Verletzte gab, ist zunächst unklar. Die Zivilisten seien vorgewarnt worden, das Gebäude sei von der Hamas genutzt worden, teilt die Armee mit, ohne Belege dafür zu liefern. Die radikal-islamische Miliz weist dies zurück. Nach palästinensischen Angaben diente es als Unterkunft für Vertriebene.
14.25 Uhr - Die Bezeichnung der Vertreibung der Palästinenser als freiwillige Umsiedlung aus dem Gazastreifen ist nach den Worten des ägyptischen Außenministers Badr Abdelatty "Unsinn". "Wenn es eine von Menschen verursachte Hungersnot gibt, dann dient sie dazu, die Bevölkerung aus ihrem Land zu vertreiben", sagt er mit Blick auf den Gazastreifen. "Es ist Unsinn zu behaupten, dass dies eine freiwillige Umsiedlung sei." Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu unterstützt die Idee, den Palästinensern eine "freiwillige Ausreise" aus dem seit Jahren von Israel abgeriegelten Gazastreifen zu erlauben, und schlägt vor, dass andere Länder sie aufnehmen sollten. Abdelatty, dessen Land ein wichtiger Vermittler im Bemühen um ein Ende des Krieges ist, wirft Israel zudem vor, mit seiner unnachgiebigen Haltung eine Waffenruhe zu verzögern. Die Hamas hat im August einem Vorschlag für eine 60-tägige Waffenruhe mit Israel zugestimmt. Dieser sah die Rückkehr der Hälfte der im Gazastreifen noch festgehaltenen Geiseln und die Freilassung einiger palästinensischer Gefangener durch Israel vor. Netanjahu sagte darauf, Israel werde die Verhandlungen über die Freilassung aller festgehaltenen Geiseln und ein Ende des Krieges wieder aufnehmen, allerdings zu für Israel akzeptablen Bedingungen.
08.12 Uhr - Die israelische Armee hat in der Nähe der Stadt Chan Junis im Süden des Gazastreifens eine Schutzzone für die Zivilbevölkerung eingerichtet. Ein Militärsprecher ruft die Bewohner des Palästinenser-Gebiets auf, sich nach Al-Mawasi in Sicherheit zu bringen. In der sogenannten humanitären Zone würden neben Infrastruktur wie Feldlazarette, Wasserleitungen und Entsalzungsanlagen auch Lebensmittelvorräte bereitgestellt. Hintergrund sind die Pläne des Militärs, die Einsätze im Kampf gegen die radikal-islamische Hamas im Gazastreifen auszuweiten.
00.52 Uhr - Die USA befinden sich nach den Worten von Präsident Donald Trump in "intensiven" Verhandlungen mit der radikal-islamischen Hamas über die Freilassung der im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln. "Lasst sie alle sofort frei", sagt Trump am Freitag vor Reportern. Andernfalls werde die Situation "hart" und "hässlich" werden. Die Hamas fordere "einige Dinge, die akzeptabel sind", fügt er hinzu. Weitere Einzelheiten nennt er nicht. Die Hamas hält im Gazastreifen noch etwa 50 israelische Geiseln fest. Von diesen sollen 20 noch am Leben sein.