
Washington, 05. Sep (Reuters) - Die USA wollen künftig Staaten sanktionieren, in denen US-Bürger zu Unrecht festgenommen werden. Präsident Donald Trump unterzeichnete am Freitag ein Dekret, das die US-Regierung ermächtigt, unrechtmäßige Festnahmen oder "Geisel-Diplomatie" zu identifizieren, die Länder entsprechend einzustufen und Strafmaßnahmen zu beschließen. Hochrangigen Regierungsvertretern zufolge sollen China, der Iran und Afghanistan für eine solche Einstufung geprüft werden. "Jeder, der einen Amerikaner als Verhandlungsmasse benutzt, wird den Preis dafür zahlen", erklärte US-Außenminister Marco Rubio. "Diese Regierung stellt nicht nur Amerika an die erste Stelle, sondern auch die Amerikaner."
Einem Regierungsvertreter zufolge sollen die Strafen unter anderem Exportkontrollen und Einreiseverbote umfassen. Die USA würden einem betroffenen Land zunächst eine Frist zum Handeln einräumen, bevor Sanktionen verhängt würden. Trump könne diese bei Fortschritten jedoch wieder aufheben. Ziel sei es, eine "wirklich, wirklich starke Motivation" zu schaffen, damit solche Inhaftierungen unterbleiben. "Heute ändert sich alles in Bezug auf Schurkenregime und Regime, die glauben, Amerikaner als Schachfiguren behandeln zu können", sagte der Vertreter, der anonym bleiben wollte.