
Washington/Mexiko-Stadt, 04. Sep (Reuters) - Die USA werden ihre Militäroperationen gegen Drogenkartelle fortsetzen. Dies kündigte US-Verteidigungsminister Peter Hegseth am Mittwoch an. "Wir haben Einsatzkräfte in der Luft, im Wasser und auf Schiffen, denn dies ist eine todernste Mission für uns, und sie wird nicht mit diesem einen Schlag enden", sagte Hegseth dem Sender Fox News am Mittwoch, einem Tag nach einem Angriff auf ein Schnellboot vor der Küste Venezuelas, bei dem elf Menschen getötet wurden. Jeder, der in der Süd-Karibik Drogen schmuggle und als Narko-Terrorist eingestuft sei, werde dasselbe Schicksal erleiden. US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag ohne Angabe von Beweisen erklärt, das US-Militär habe die Besatzung des Schnellbootes als Mitglieder der venezolanischen Bande Tren de Aragua identifiziert. Die Regierung in Washington hatte die Gruppe im Februar als terroristische Vereinigung eingestuft. Am Mittwoch sagte Trump, an Bord seien "riesige Mengen an Drogen" gefunden worden. Die genauen Umstände des Angriffs vom Dienstag sind jedoch unklar.
Die US-Regierung hat kürzlich sieben Kriegsschiffe und ein Atom-U-Boot mit mehr als 4500 Soldaten in die südliche Karibikregion entsandt. Trump will damit nach eigenen Angaben sein Versprechen einlösen, hart gegen Drogenkartelle vorzugehen. In Venezuela hat dies Sorgen geschürt, die Regierung in Caracas könnte das eigentliche Ziel sein. Die venezolanische Oppositionsführerin Maria Corina Machado unterstützte den US-Angriff am Mittwoch jedoch auf Fox Noticias. Man müsse dankbar sein, dass US-Präsident Donald Trump und seine Regierung den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro als das behandelten, was er sei: "das Oberhaupt eines narko-terroristischen Regimes". Machado durfte bei der Präsidentschaftswahl 2024 nicht antreten, gilt aber als die beliebteste Oppositionsfigur des Landes.