
03. Sep (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine seit der großangelegten russischen Invasion 2022. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
05.55 Uhr - Russland und die USA stimmen sich derzeit nach Angaben des russischen Außenministeriums über Termin und Ort für die nächste Runde bilateraler Gespräche ab. Das meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur Ria unter Berufung auf die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa.
04.45 Uhr - Nach Angaben des ukrainischen Militärs wehrt die Ukraine einen russischen Luftangriff auf Kiew ab. "Die Luftabwehr ist in Kiew im Einsatz! Bleiben Sie in den Schutzräumen, bis Entwarnung gegeben wird!", teilte Timur Tkachenko, Leiter der Militärverwaltung von Kiew, über den Messaging-Dienst Telegram mit. Vor wenigen Stunden hatte die ukrainische Luftwaffe vor Raketen- und Drohnenangriffen gewarnt und landesweit Luftangriffsalarm ausgelöst.
04.05 Uhr - Polen hat Flugzeuge zur Sicherung des polnischen Luftraums aktiviert. Wie das Einsatzkommando der polnischen Streitkräfte auf X mitteilte, hat Russland in der Nacht Luftangriffe auf die Westukraine nahe der Grenze zu Polen gestartet. "Um die Sicherheit des polnischen Luftraums zu gewährleisten, sind polnische und verbündete Flugzeuge intensiv in unserem Luftraum im Einsatz, während bodengestützte Luftabwehr- und Radaraufklärungssysteme höchste Einsatzbereitschaft erreicht haben", hieß es weiter. Um 2.40 Uhr wurde für die gesamte Ukraine Luftangriffsalarm ausgelöst, nachdem die ukrainische Luftwaffe vor russischen Raketen- und Drohnenangriffen gewarnt hatte.
01.50 Uhr - Moskau und Neu-Delhi verhandeln laut einem russischen Verteidigungsexportbeamten über verstärkte Lieferungen russischer Boden-Luft-Raketensysteme des Typs S-400 an Indien. "Es besteht die Möglichkeit, unsere Zusammenarbeit auch in diesem Bereich zu erweitern. Das bedeutet neue Lieferungen. Im Moment befinden wir uns in der Verhandlungsphase", zitierte die Nachrichtenagentur Tass den Leiter des russischen Föderalen Dienstes für militärisch-technische Zusammenarbeit, Dmitri Schugajew. Indien hat 2018 mit Russland einen Vertrag im Wert von 5,5 Milliarden Dollar über fünf Boden-Luft-Raketensysteme des Typs S-400 mit großer Reichweite unterzeichnet. Neu-Delhi benötigt diese, um nach eigenen Angaben einer Bedrohung durch China zu begegnen. Die Auslieferung der Systeme hat sich jedoch mehrfach verzögert. Es wird erwartet, dass Moskau 2026 und 2027 Einheiten der letzten beiden S-400-Systeme an Indien liefert.
00.45 Uhr - Dem russischen Außenminister Sergej Lawrow zufolge erwartet Moskau eine Fortsetzung der Gespräche zwischen Russland und der Ukraine. Dabei müssten allerdings neue territoriale Realitäten anerkannt und neue Systeme von Sicherheitsgarantien geschaffen werden, sagte Lawrow in einer Stellungnahme, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtete. Laut Lawrow sollten für einen dauerhaften Frieden "neue territoriale Realitäten" anerkannt und international rechtlich formalisiert werden, so die Agentur weiter.