
Frankfurt, 27. Aug (Reuters) - Wegen mutmaßlicher Sicherheitslücken bei PaypalPYPL.O haben deutsche Banken einem Medienbericht zufolge milliardenschwere Transaktionen des Zahlungsabwicklers blockiert. Den Geldhäusern seien am Montag unzählige verdächtige Lastschriften aufgefallen, schrieb die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) am Mittwoch. Daraufhin hätten sie sämtliche Geschäfte mit der US-Firma vorerst eingestellt.
Die Sicherheitssysteme von Paypal, die betrügerische Geldforderungen herausfiltern sollen, seien Ende vergangener Woche ganz oder teilweise ausgefallen, berichtete das Blatt unter Berufung auf eigene Recherchen. Dadurch seien Lastschriften ungeprüft an Banken weitergeleitet worden. Deren Kontrollsysteme hätten dann Alarm geschlagen.
"Paypal hatte eine vorübergehende Serviceunterbrechung, die bestimmte Transaktionen unserer Bankpartner und möglicherweise deren Kunden beeinträchtigte", zitierte die "SZ" eine Paypal-Sprecherin. "Wir haben die Ursache schnell identifiziert und arbeiten eng mit unseren Bankpartnern zusammen, um sicherzustellen, dass alle Konten aktualisiert wurden." Auf der Hilfeseite des Konzerns weist ein Banner auf die Panne hin. Sie sei inzwischen behoben.
Der deutsche Sparkassen- und Giroverband bestätigte Probleme mit Paypal-Lastschriften, die den Zahlungsverkehr in ganz Europa beeinflusst hätten. Inzwischen laufe das Geschäft der Mitgliedsinstitute mit der US-Firma wieder normal, stehe aber unter Beobachtung. Die Aufsichtsbehörden seien über die Vorfälle informiert. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bestätigte Letzteres, wollte darüber hinaus aber keine Stellungnahme abgeben.
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