
27. Aug (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um die Konflikte im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen:
05.45 Uhr - Australien widerspricht der israelischen Darstellung zur Ausweisung des iranischen Botschafters. Die Behauptung, die Ausweisung sei auf Druck von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erfolgt, sei "völliger Unsinn", sagte Innenminister Tony Burke dem Sender ABC. Ein israelischer Regierungssprecher hatte zuvor erklärt, die "unverblümte Intervention" von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe die australische Regierung zu dem Schritt bewogen. Die Regierung in Canberra wirft dem Iran vor, Drahtzieher von antisemitischen Brandanschlägen im Land zu sein.
04.45 Uhr - Die Hamas bestreitet, dass es sich bei den Palästinensern, die bei dem israelischen Angriff auf das Nasser-Krankenhaus im Gazastreifen am Montag getötet wurden, um Militante handelte. Das Medienbüro der militanten Palästinenserorganisation erklärte in einer Stellungnahme, alle Getöteten seien Zivilisten gewesen. Das Büro fügte hinzu, dass zwei der sechs von Israel getöteten Palästinenser, die Israel als Hamas-Mitglieder identifiziert haben will, bei separaten Angriffen an einem anderen Ort getötet worden seien. Israel hatte zuvor erklärt, bei dem Angriff sechs Militante getötet zu haben. Zudem wolle man untersuchen, wie Zivilisten, darunter fünf Journalisten, ums Leben kamen.
03.45 Uhr - Das US-Außenministerium kündigt ein Treffen zwischen US-Außenminister Marco Rubio und dem israelischen Außenminister Gideon Saar in Washington an. Wie das Ministerium weiter mitteilt, ist das Treffen für Mittwoch geplant.
01.50 Uhr - Dem US-Sondergesandten Steve Witkoff zufolge wird US-Präsident Donald Trump am Mittwoch im Weißen Haus ein Treffen zum Thema Gaza leiten. Auf die Frage, ob es einen Nachkriegsplan für den Gazastreifen gebe, sagte Witkoff dem US-Sender Fox News: "Ja, wir haben morgen ein großes Treffen im Weißen Haus, das vom Präsidenten geleitet wird, und wir werden einen sehr umfassenden Plan für den kommenden Tag zusammenstellen." Auf die Frage, ob Israel etwas anderes tun sollte, um den Krieg zu beenden, antwortete Witkoff: "Wir denken, dass wir die Angelegenheit auf die eine oder andere Weise klären werden, sicherlich noch vor Ende dieses Jahres." Israel sei offen für weitere Gespräche mit der Hamas, sagte Witkoff weiter und fügte hinzu, dass auch die Hamas für eine Einigung offen sei.
01.30 Uhr - Bei israelischen Drohnenangriffen in der Umgebung von Damaskus sind nach Angaben des staatlichen syrischen Fernsehsenders El Ekhbariya sechs syrische Soldaten getötet worden. Syrien erklärte am Montag, Israel habe 60 Soldaten in sein Hoheitsgebiet in der Nähe des Hermongebirges entsandt und damit seine Souveränität verletzt. Das israelische Militär erklärte, seine Truppen hätten eine Routineoperation im Süden Syriens durchgeführt. Das syrische Außenministerium verurteilte am Dienstag die jüngsten israelischen Angriffe auf sein Hoheitsgebiet. Syrien und Israel führen derzeit von den USA vermittelte Gespräche über eine Deeskalation der Lage in Südsyrien. Eine israelische Stellungnahme zu dem Vorfall der getöteten Soldaten lag zunächst nicht vor.