
26. Aug (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um die Konflikte im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen:
14.45 Uhr - Deutschland bereitet nach den Worten von Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan konkrete Hilfen für die Menschen im Gazastreifen vor. Geplant seien Übergangsunterkünfte, die Instandsetzung von Wasserleitungen und Schulen sowie "Cash-for-Work"-Programme für kurzfristige Jobs, kündigt die SPD-Politikerin am Rande ihrer Nahost-Reise an. Modulare Unterkünfte seien bereits bestellt und sollten, sobald die Lage es zulässt, nach Gaza gebracht werden, teilt das Ministerium ergänzend mit. "Familien brauchen ein Dach über dem Kopf, Kinder ein Bett und eine Waschgelegenheit", erklärt Alabali Radovan. "Wir wollen helfen, aus Trümmern wieder ein Zuhause zu machen." Dafür brauche es aber "einen dauerhaften Waffenstillstand – die israelische Regierung muss die Kämpfe einstellen, die Hamas ihre Waffen niederlegen und die Geiseln bedingungslos freilassen".
13.39 Uhr - Die EU-Kommission bezeichnet den israelischen Angriff auf das Nasser-Krankenhaus im Süden des Gazastreifens als "völlig inakzeptabel". Bei dem Angriff am Montag seien mindestens 20 Menschen getötet worden, darunter fünf Journalisten, sagt ein Sprecher der Brüsseler Behörde. "Zivilisten und Journalisten müssen nach internationalem Recht geschützt werden", betont er.
13.36 Uhr - Kanzler Friedrich Merz hat betont, dass Deutschland bei der UN-Vollversammlung einen palästinensischen Staat nicht anerkennen wird. "Wir werden uns dieser Initiative nicht anschließen", sagt Merz nach einem Treffen mit Kanadas Ministerpräsident Mark Carney. Kanada hatte wie Frankreich, Großbritannien und Australien eine Anerkennung angekündigt. "Wir sehen die Voraussetzungen für eine staatliche Anerkennung gegenwärtig in keiner Weise als erfüllt an", betont der Kanzler. Carney kenne die Auffassung Deutschlands. Die Ereignisse der letzten Tage und Stunden hätten an der deutschen Haltung in dieser Frage nichts geändert, sagte er in Anspielung auf den Krieg in Gaza und die Ausweitung des jüdischen Siedlungsbaus im besetzten palästinensischen Westjordanland. Rund 150 Länder weltweit haben mittlerweile einen eigenen palästinensischen Staat anerkannt.