
24. Aug (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine seit der großangelegten russischen Invasion 2022. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
15.22 Uhr - Außenminister Johann Wadephul hat den russischen Staatschef Wladimir Putin aufgefordert, endlich mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über ein Kriegsende zu verhandeln. "Putin, komm an den Verhandlungstisch!", verlangt der CDU-Politiker beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung. Die Ukraine müsse weiter unterstützt werden, damit Russland sich mit seiner Aggression gegen das Nachbarland nicht durchsetze. Deutschland habe für 500 Millionen Euro Waffen aus den USA für die Ukraine gekauft, weil die Regierung in Washington leider selbst nicht zu einer Lieferung bereit sei, fügt er hinzu.
14.13 Uhr - Die russische Regierung meldet einen neuen Gefangenenaustausch mit der Ukraine. Von jeder Seite seien 146 Gefangene übergeben worden, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die freigelassenen Russen befinden sich demnach in Belarus, sie werden psychologisch und medizinisch betreut. Unter den Russen seien auch acht Bewohner der Grenzregion Kursk. Der Gefangenenaustausch sei von den Vereinigten Arabischen Emiraten vermittelt worden.
08.41 Uhr - Norwegen unterstützt die deutsche Lieferung von Patriot-Luftabwehrsystemen an die Ukraine mit umgerechnet rund 600 Millionen Euro. Dies teilt die norwegische Regierung mit. "Gemeinsam mit Deutschland sorgen wir nun dafür, dass die Ukraine schlagkräftige Luftabwehrsysteme erhält", erklärte Ministerpräsident Jonas Gahr Stoere. Norwegen und Deutschland finanzieren demnach zwei Patriot-Systeme samt Raketen, die von Deutschland an die Ukraine geliefert werden. Zudem beteiligt sich Norwegen an der Beschaffung von Luftverteidigungsradar des deutschen Herstellers HensoldtHAGG.DE und Luftabwehrsystemen des norwegischen Herstellers KongsbergKOG.OL. Anfang August hatte das Bundesverteidigungsministerium mitgeteilt, dass die Bundeswehr zwei weitere Patriot-Systeme an die Ukraine liefere. Die USA wollen Deutschland als Ersatz im Gegenzug beschleunigt neu produzierte Patriot-Systeme der neuesten Generation liefern.
08.13 Uhr - Der kanadische Ministerpräsident Mark Carney ist am Sonntag zu einem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew eingetroffen. Dies teilte der Stabschef des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Andrij Jermak, mit. Der Besuch fällt auf den Unabhängigkeitstag der Ukraine. "An diesem besonderen Tag - dem Unabhängigkeitstag der Ukraine - ist es für uns besonders wichtig, die Unterstützung unserer Freunde zu spüren", schreibt Jermak auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. "Und Kanada stand uns immer zur Seite."
06.38 Uhr - Im russischen Ostseehafen Ust-Luga haben Trümmerteile einer zerstörten ukrainischen Drohne nach Angaben der Behörden einen Brand ausgelöst. Betroffen sei ein Terminal des russischen Gaskonzerns NovatekNVTK.MM, teilt der Gouverneur der Region Leningrad, Alexander Drosdenko, über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Feuerwehr und Rettungsdienste seien im Einsatz, um den Brand zu löschen. Ersten Berichten zufolge gebe es keine Verletzten. Über dem Hafen seien rund zehn ukrainische Drohnen zerstört worden.
06.20 Uhr - Russland meldet wieder einen ukrainischen Drohnenangriff auf die Stadt Sysran in der südlichen Region Samara. Dabei sei ein Industrieunternehmen attackiert worden, teilt Regionalgouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Nach vorläufigen Informationen habe es keine Toten oder Verletzten gegeben. Zum konkreten Ziel des Angriffs und möglichen Schäden äußerte sich der Gouverneur nicht. Erst Mitte des Monats hatte das ukrainische Militär eine Ölraffinerie in Sysran attackiert.
03.44 Uhr - Ein ukrainischer Drohnenangriff löst russischen Angaben zufolge auf dem Gelände des Atomkraftwerks Kursk einen Brand aus und beschädigt einen Transformator. "Eine Kampfdrohne der ukrainischen Streitkräfte sei von der Luftabwehr in der Nähe des Atomkraftwerks Kursk abgeschossen worden", teilt die Pressestelle der Anlage mit. Beim Aufprall sei die Drohne detoniert und habe einen Hilfstransformator beschädigt. Die Leistung von Block drei der Anlage wird daraufhin auf 50 Prozent reduziert. Das Feuer ist inzwischen gelöscht, Verletzte gibt es den Angaben zufolge nicht. Die Strahlenwerte liegen im Normalbereich. Eine Stellungnahme der Ukraine liegt zunächst nicht vor.