
23. Aug (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine seit der großangelegten russischen Invasion 2022. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
11.48 Uhr - Frankreich hat den italienischen Botschafter wegen Äußerungen von Vize-Ministerpräsident Matteo Salvini in der Debatte um europäische Friedenstruppen in der Ukraine einbestellt. Dem Botschafter sei mitgeteilt worden, dass diese Äußerungen dem Vertrauensklima und der historischen Beziehung zwischen beiden Ländern zuwiderliefen sowie den großen Übereinstimmungen zwischen beiden Ländern, "insbesondere hinsichtlich der unerschütterlichen Unterstützung für die Ukraine", heißt es aus Diplomatenkreisen. Der Botschafter sei bereits am Freitag einbestellt worden. Salvini hatte den französischen Präsidenten Emmanuel Macron wegen dessen Vorschlag, nach einem Friedensschluss europäische Soldaten in der Ukraine zu stationieren, scharf angegriffen. An die Adresse Macrons gerichtet sagte der Parteichef der rechtspopulistischen Lega: "Gehen Sie doch dorthin, wenn Sie wollen. Setzen Sie Ihren Helm auf, Ihre Jacke, Ihr Gewehr und gehen Sie in die Ukraine." Salvini hat Macron bereits wiederholt kritisiert, insbesondere im Zusammenhang mit der Ukraine.
11.23 Uhr - Russland meldet einen weiteren Vormarsch seiner Invasionstruppen in der Ostukraine. Russische Soldaten hätten die Ortschaften Seredne und Kleban-Byk in der Region Donezk unter ihre Kontrolle gebracht, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
04.30 Uhr - China ist EU-Diplomaten zufolge offenbar zu einer Beteiligung an möglichen Friedenstruppen in der Ukraine bereit. Dies berichtet die "Welt am Sonntag" vorab unter Berufung auf Diplomatenkreise, die Kontakte zu chinesischen Regierungskreisen unterhalten. Die Diplomaten betonten aber zugleich, die Regierung in Peking sei dazu nur bereit, wenn die Friedenstruppen auf der Grundlage eines Mandats der Vereinten Nationen (UN) eingesetzt würden. In Brüssel stößt der Plan aus Peking auf ein geteiltes Echo. Einerseits könnte die Einbeziehung von Ländern des globalen Südens wie China die Akzeptanz für eine Stationierung ausländischer Truppen zur Überwachung eines Friedens befördern. "Es besteht aber auch die Gefahr, dass China in der Ukraine vor allem spionieren will und im Konfliktfall anstatt einer neutralen Position eine klar prorussische Position einnimmt", sagte ein hoher EU-Diplomat, der mit den aktuellen Beratungen in Brüssel vertraut ist.