
22. Aug (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine seit der großangelegten russischen Invasion 2022. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
17.00 Uhr - US-Präsident Donald Trump will abwarten, ob der russische Präsident Wladimir Putin und sein ukrainischer Amtskollege Wolodymyr Selenskyj für eine Beendigung des Krieges zusammenarbeiten. Er sei sich nicht sicher, ob er bei einem Treffen der beiden anwesend sein müsse, sagt Trump vor Journalisten. Er würde es jedoch vorziehen, nicht teilzunehmen. Die Idee eines Treffens zwischen den Staatschefs der Kriegsparteien war durch den von Trump organisierten Gipfel in Alaska wieder hochgekommen.
16.25 Uhr - Estland ist bereit, sich mit einer Truppenstärke von bis zu einer Kompanie an einem Einsatz zur Sicherung des Friedens in der Ukraine zu beteiligen. Dies sagt Ministerpräsident Kristen Michal bei einer Pressekonferenz mit seinem finnischen Amtskollegen in Tallinn.
14.15 Uhr - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft der russischen Regierung vor, ein Treffen mit Präsident Wladimir Putin verhindern zu wollen. Sollte Russland den Krieg nicht beenden wollen, müssten die Verbündeten der Ukraine neue Sanktionen verhängen, sagt Selenskyj in Kiew. Weiter teilt er mit, mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte über Sicherheitsgarantien gesprochen zu haben. Diese sollten dem Artikel 5 der Nato ähneln, demzufolge ein Angriff auf ein Mitglied als Angriff auf alle gilt.
13.57 Uhr - Der russische Präsident Wladimir Putin stellt Bedingungen für ein Gipfeltreffen mit seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj. Voraussetzung sei eine fertige Agenda für das Treffen, sagt Außenminister Sergej Lawrow dem US-Fernsehsender NBC. Diese gebe es noch nicht. Ohne konkreter zu werden erklärt Lawrow, Russland habe sich bei einer Reihe von Punkten, die US-Präsident Donald Trump angesprochen habe, flexibel gezeigt.
11.03 Uhr - Die Unterbrechung von Öllieferungen über die wichtige Druschba-Pipeline hat dem Bundeswirtschaftsministerium zufolge keine Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit in Deutschland. Der Betrieb der PCK-Ölraffinerie im brandenburgischen Schwedt, die einen Teil ihrer Öllieferungen aus Kasachstan über die durch Russland verlaufende Druschba-Pipeline erhält, sei nicht beeinträchtigt, erklärt das Ministerium auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters. Die Lieferung sei kurzzeitig unterbrochen worden.
09.20 Uhr - Nach einem ukrainischen Angriff hat eine Energieanlage in der Stadt Unetscha in der westrussischen Region Brjansk Feuer gefangen. Die Ukraine habe mit Raketen und Drohnen angegriffen, der Brand sei inzwischen aber gelöscht, teilt der Gouverneur der Region, Alexander Bogomaz, am Freitag mit. Zuvor hatte der ukrainische Kommandeur der unbemannten Systeme, Robert Browdi, erklärt, bei einem Angriff die Ölpumpstation in Unetscha getroffen zu haben. Er teilte ein Video auf der Plattform Telegram, in dem eine Anlage mit mehreren Öltanks brannte. Reuters konnte nicht überprüfen, ob es sich um die genannte Ölpumpstation handelt. Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto erklärte auf Facebook, nach einem Angriff sei die Öllieferung aus Russland nach Ungarn über die Druschba-Pipeline gestoppt worden. "Dies ist ein weiterer Angriff auf unsere Energiesicherheit", schreibt er.