
21. Aug (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine seit der großangelegten russischen Invasion 2022. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
13.12 Uhr - In der deutschen Bevölkerung gibt es Zweifel, ob US-Präsident Donald Trump sich aus Europa und Deutschland beeinflussen lässt. Laut RTL/ntv Trendbarometer glauben nur 13 Prozent der Bundesbürger, dass Bundeskanzler Friedrich Merz den amerikanischen Präsidenten in seiner Haltung zum Ukraine-Krieg maßgeblich prägen kann. 84 Prozent der Bundesbürger – und eine große Mehrheit in allen politischen Lagern – glauben das nicht. Selbst unter den Unions-Anhängern sind 73 Prozent skeptisch. Zudem sieht eine Mehrheit (53 Prozent) nicht, dass Deutschland eine Führungsrolle in Europa einnimmt. Nur 44 Prozent der Bundesbürger sind anderer Meinung. Eine Führungsrolle sieht nur eine Mehrheit der Anhänger von Union (66 Prozent) und Grünen (60 Prozent).
13.06 Uhr - Die italienische Polizei bestätigt die Festnahme eines Ukrainers im Zusammenhang mit der Sabotage gegen die Nord-Stream-Pipelines. Weitere Angaben machen die Carabinieri nicht.
12.05 Uhr - Der Generalbundesanwalt in Karlsruhe gibt die Festname eines ukrainischen Staatsbürgers im Zusammenhang mit der Sabotierung der Ostsee-Pipeline Nord Stream bekannt. Der Mann sei in Italien aufgespürt und festgenommen worden.
11.10 Uhr - Russische Truppen haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau die Ortschaft Olexandro-Schultyne in der östlichen ukrainischen Region Donezk eingenommen. Zudem seien über Nacht ukrainische Energie-Infrastruktur, militärisch-industrielle Einrichtungen und Flugplätze angegriffen worden, teilt das Moskauer Ministerium mit. Die Angaben können von der Nachrichtenagentur Reuters nicht unabhängig überprüft werden.
11.00 Uhr - Die Türkei macht eine Beteiligung an einer Friedensmission in der Ukraine von einem vorherigen Waffenstillstand zwischen Kiew und Moskau abhängig. Zuerst müsse eine Waffenruhe gesichert werden, danach könne der Rahmen der Mission mit einem klaren Mandat festgelegt werden, verlautet aus Kreisen des türkischen Verteidigungsministeriums. Dabei müsse auch geklärt werden, welchen Beitrag jedes Land leisten werde.
10.20 Uhr - Die in Ostpolen abgestürzte Drohne ist einem Staatsanwalt zufolge höchstwahrscheinlich aus Richtung Belarus gekommen. Der Verteidigungsminister hatte den Vorfall als Provokation bezeichnet. Ersten Erkenntnissen zufolge handelt es sich um eine russische Version der vom Iran entwickelten Schahed-Drohne. Eine Stellungnahme aus Belarus oder Russland liegt zunächst nicht vor.
10.10 Uhr - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert eine "starke Reaktion" der USA, sollte der russische Präsident Wladimir Putin ein bilaterales Treffen ablehnen. "Wenn die Russen nicht bereit sind, würden wir gerne eine starke Reaktion der Vereinigten Staaten sehen", sagt Selenskyj. Er selbst sei zu einem Treffen bereit.
10.00 Uhr - Russland will seinen atomaren Schutzschild ausbauen. Grund dafür seien die "kolossalen Bedrohungen" für die größte Atommacht der Welt, sagt der Chef der staatlichen Atombehörde Rosatom, Alexej Lichatschow, einer amtlichen Nachrichtenagentur zufolge. "Der nukleare Schutzschild, der auch ein Schwert ist, ist eine Garantie für unsere Souveränität", sagt Lichatschow. "Wir verstehen heute, dass der nukleare Schutzschild in den kommenden Jahren nur verbessert werden muss."
09.50 Uhr - Nach einem Drohnenangriff ist in einem Industriebetrieb in der südrussischen Stadt Nowoschachtinsk ein Feuer ausgebrochen. Dies teilt der amtierende Gouverneur der Region Rostow, Juri Sljussar, mit. Verletzte gebe es ersten Angaben zufolge nicht. In der Stadt befindet sich eine Ölraffinerie. Die Ukraine hat seit Anfang August ihre Angriffe auf die russische Energie-Infrastruktur verstärkt.
09.20 Uhr - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht in den jüngsten schweren russischen Luftangriffen auf sein Land einen erneuten Beleg dafür, dass es wenig Aussichten auf Friedensverhandlungen gibt. "Bislang gibt es aus Moskau kein Signal für die Bereitschaft zu ernsthaften Verhandlungen, um diesen Krieg zu beenden", schreibt Selenskyj auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. "Es braucht Druck. Starke Sanktionen, starke Zölle."
08.31 Uhr - Polen hat den Lufteinsatz zum Schutz des eigenen Luftraums beendet. Die Bedrohung durch russische Raketenangriffe auf die Ukraine habe nachgelassen, teilt das Einsatzkommando der polnischen Streitkräfte auf der Online-Plattform X mit. Es sei keine Verletzung des polnischen Luftraums festgestellt worden. Zuvor hatte Russland unter anderem die westukrainische Stadt Lwiw nahe der polnischen Grenze mit Drohnen und Raketen angegriffen. Dabei wurde den Regionalbehörden zufolge ein Mensch getötet und zwei weitere Menschen verletzt. Am Mittwoch war nach Angaben der Regierung in Warschau eine Drohne des russischen Militärs in einem Maisfeld in Ostpolen eingeschlagen.
08.09 Uhr - Die Ukraine meldet einen massiven russischen Luftangriff mit 574 Drohnen und 40 Raketen. 546 der Drohnen und 31 Raketen seien von der Luftabwehr in der Nacht abgeschossen worden, teilt die ukrainische Luftwaffe weiter mit. An elf Orten seien Treffer verzeichnet worden, an drei weiteren seien Trümmerteile eingeschlagen.
08.04 Uhr - Ungarn bietet erneut an, Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine auszurichten. Das Angebot stehe weiterhin, sagt Außenminister Peter Szijjarto in einem auf Facebook veröffentlichten Podcast. "Wenn wir gebraucht werden, sind wir bereit, angemessen faire und sichere Bedingungen für solche Friedensverhandlungen zu schaffen."
07.42 Uhr - Die russische Armee hat bei einem nächtlichen Angriff auf die Westukraine nach ukrainischen Angaben eine Fabrik eines US-Elektronikherstellers getroffen. Dabei habe es schwere Schäden und Opfer gegeben, teilt der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha mit. Es handele sich um eine rein zivile Einrichtung, die nichts mit der Verteidigung oder dem Militär zu tun habe, schreibt Sybiha auf der Online-Plattform X. Der Angriff sei Teil eines landesweiten Angriffs mit Hunderten Drohnen sowie mit Hyperschallraketen, ballistischen Raketen und Marschflugkörpern gewesen. Es sei zudem nicht der erste russische Angriff auf US-Unternehmen in der Ukraine, fügt Sybiha hinzu und verweist auf Angriffe auf Boeing-Büros in Kiew Anfang des Jahres.
07.20 Uhr - Polen lässt wegen russischer Angriffe auf die westliche Ukraine Flugzeuge zum Schutz des eigenen Luftraums aufsteigen. Angesichts der Aktivitäten russischer Langstreckenflieger, die Angriffe auf ukrainisches Gebiet fliegen würden, seien Flugzeuge der polnischen Luftwaffe und verbündeter Staaten im polnischen Luftraum im Einsatz, teilt das Operative Kommando der polnischen Streitkräfte auf der Online-Plattform X am Donnerstag mit. Am Mittwoch war nach Angaben der Regierung in Warschau eine Drohne des russischen Militärs in einem Maisfeld in Ostpolen eingeschlagen. Polen ist seit dem Einschlag einer fehlgeleiteten ukrainischen Rakete im Dorf Przewodow im Jahr 2022, bei dem zwei Menschen getötet wurden, in erhöhter Alarmbereitschaft.
07.15 Uhr - Bei einem kombinierten russischen Drohnen- und Raketenangriff auf die westukrainische Stadt Lwiw ist nach Angaben der örtlichen Behörden ein Mensch getötet worden. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden, teilt der Gouverneur der gleichnamigen Region, Maxym Kozyzkyj, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Dutzende Wohnhäuser seien bei dem Angriff beschädigt worden.
02.05 Uhr - Laut US-Vizepräsident JD Vance sollen die europäischen Länder den Hauptanteil der Last für die Sicherheitsgarantien der Ukraine übernehmen. "Ganz gleich, welche Form dies annimmt, die Europäer werden den Löwenanteil der Last übernehmen müssen", sagt Vance dem US-Fernsehsender Fox News. Die USA sollten zwar helfen, wenn es nötig sei, um den Krieg und das Töten zu beenden. Der US-Präsident erwarte jedoch, dass Europa hier die führende Rolle spiele.
01.14 Uhr - Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hat die in der Ukraine kämpfenden Truppen seines Landes als "heldenhaft" gewürdigt. Dies meldet die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag. Kim habe die Leistung der Soldaten bei den Operationen zur Befreiung der russischen Region Kursk gelobt. Einer Einschätzung des südkoreanischen Geheimdienstes zufolge hat Nordkorea mehr als 10.000 Soldaten zur Unterstützung Russlands in die Ukraine entsandt und scheint eine weitere Entsendung zu planen. Kim und der russische Präsident Wladimir Putin hatten im Juni vergangenen Jahres einen strategischen Partnerschaftsvertrag unterzeichnet, der auch einen gegenseitigen Beistandspakt umfasst.