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Handelskonflikte bremsen Maschinenbau-Exporte

ReutersAug 21, 2025 7:57 AM

- Den exportorientierten deutschen Maschinenbauern machen zunehmend Handelskonflikte und ein verstärkter Protektionismus zu schaffen. Im ersten Halbjahr 2025 seien die Ausfuhren um 3,4 Prozent auf 98,3 Milliarden Euro gesunken, wie der Branchenverband VDMA am Donnerstag mitteilte. Preisbereinigt habe es sogar einen Rückgang von 4,9 Prozent gegeben. "Zollschranken und mehr Protektionismus belasten den exportstarken Maschinenbau in Deutschland erheblich", sagte VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt. Die Europäer müssten sich mit Nachdruck für offene Märkte und verlässliche Regeln im Welthandel einsetzen. Die Branche ist mit über einer Million Beschäftigten ein Rückgrat der deutschen Wirtschaft.

Besonders der Zollkonflikt mit den USA habe im zweiten Quartal deutliche Spuren hinterlassen, erklärte der Verband. Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten seien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,5 Prozent geschrumpft. Gernandt rechnet wegen der anhaltenden Unsicherheiten auch im dritten Quartal mit Belastungen durch den Konflikt. Auch auf anderen wichtigen Märkten zeigten sich Schwächen. Die Exporte nach China seien im ersten Halbjahr um 9,3 Prozent gesunken, die nach Frankreich um 9,5 Prozent, so der VDMA.

Lichtblicke boten dagegen Italien und Spanien mit Zuwächsen von 1,4 beziehungsweise 3,5 Prozent. Zudem suchen die Unternehmen offenbar nach neuen Absatzmärkten, um ihre Abhängigkeit zu verringern. So legten die Ausfuhren in die südamerikanischen Mercosur-Staaten um 12,3 Prozent und in den Nahen und Mittleren Osten um 9,4 Prozent zu. Gernandt zufolge zeigt dies die Bestrebung der Unternehmen, zunehmend auf diversifizierte Marktstrategien zu setzen.

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