UnitedHealth: Strafrechtliche Untersuchung lässt Aktie einbrechen
Investing.com - Der US-Krankenversicherer UnitedHealth Group (NYSE:UNH) wird derzeit vom US-Justizministerium wegen möglicher strafrechtlicher Betrugsfälle im Zusammenhang mit Medicare untersucht. Das berichtete das Wall Street Journal gestern. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe verlor die Aktie im vorbörslichen Handel 4,5 % und fiel auf ein 5-Jahres-Tief.
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Laut dem Bericht des WSJ wird UnitedHealth bereits seit dem vergangenen Sommer aktiv von der Betrugsabteilung des US-Justizministeriums für den Gesundheitsbereich überprüft. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf die Geschäftspraktiken im Bereich Medicare Advantage, wobei die genaue Natur der strafrechtlichen Vorwürfe bislang unklar ist.
Die Meldung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich UnitedHealth auch mit Vorwürfen möglicher Kartellrechtsverstöße und einer zivilrechtlichen Untersuchung seiner Abrechnungspraktiken bei Medicare auseinandersetzen muss.
In dieser Woche wurde CEO Andrew Witty überraschend durch den Chairman und früheren CEO Stephen Hemsley ersetzt – ein weiterer Einschnitt in einem ohnehin schwierigen Jahr für das Unternehmen. Die Aktie steht unter erheblichem Druck.
Ein wesentlicher Faktor für den Kursverfall ist auch die von US-Präsident Donald Trump angestrebte deutliche Kürzung staatlicher Gesundheitsausgaben – ein Bereich, der für die Ertragslage von UnitedHealth zentral ist. Trump plant unter anderem, die Arzneimittelpreise im Rahmen von Medicare spürbar zu senken.
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