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Chapter 11? "Blödsinn!" – Galloway sieht WW International auf Kurs

Investing.comApr 25, 2025 11:18 PM
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Investing.com - Die kriselnde Abnehmfirma WW International (NASDAQ:WW) gerät nach Berichten über eine mögliche Insolvenz weiter in den Fokus. Galloway Capital Partners, die kürzlich einen Anteil von 2,87 Prozent an WW offengelegt haben, warnten am Freitag eindringlich vor einem Schritt unter Chapter 11. Das Unternehmen sei aus ihrer Sicht keinesfalls zahlungsunfähig.

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WW sitzt auf über 1,6 Milliarden US-Dollar Schulden und leidet unter dem Erfolg neuer Abnehm-Medikamente wie Ozempic. Laut einem jüngsten Bericht des Wall Street Journal bereitet sich die Firma auf eine mögliche gerichtliche Restrukturierung vor, Gespräche mit Gläubigern laufen demnach bereits. An der Börse brach die Aktie daraufhin ein: Von 1,40 Dollar ging es bis auf 14 Cent nach unten. Bruce Galloway, Chief Investment Officer von Galloway Capital, sieht diesen Absturz als Panikreaktion – nicht als Spiegelbild der tatsächlichen Unternehmenslage.

"Dieses Unternehmen braucht kein Chapter 11", sagte er gegenüber Investing.com. "Man meldet Insolvenz an, wenn man seine Rechnungen nicht mehr zahlen kann – WW macht aber 200 Millionen Dollar."

Statt einer Insolvenz plädiert Galloway für eine außergerichtliche Restrukturierung: Gläubiger könnten im Gegenzug für Schuldenschnitte Anteile am Unternehmen erhalten, ohne die bestehenden Aktionäre zu stark zu verwässern. Damit könnte WW seine Bilanz sanieren, ohne den Weg durch ein aufreibendes Insolvenzverfahren zu gehen.

Galloway Capital hatte begonnen, die Position in WW bereits vor rund neun Monaten aufzubauen. Man sehe in dem Unternehmen eine klassische "Deep Value"-Chance, so Galloway. "Wir suchen Firmen, die wie eine zusammengedrückte Sprungfeder sind" – also gesunde Geschäftsmodelle, die vom Markt stark abgestraft wurden.

Bei WW verweisen die Investoren auf eine starke Marke, Millionen Mitglieder und ein wachsendes klinisches Geschäft – Faktoren, die in einem hektischen, von Algorithmen geprägten Börsenumfeld derzeit aus ihrer Sicht zu wenig beachtet würden.

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