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Dicke Luft in Asien: Hang Seng bricht zweistellig ein

Investing.comApr 7, 2025 6:32 AM

Investing.com - Chinas Börsen haben am Montag kräftig Federn gelassen. Auslöser waren neue Strafzölle aus den USA - und Pekings prompte Reaktion. Der sich zuspitzende Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt sorgt zunehmend für Unruhe an den Märkten.

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Der chinesische Leitindex CSI 300 sackte um fast 7 Prozent ab. Der Shanghai Composite verlor sogar 7,2 Prozent und fiel damit auf den tiefsten Stand seit Ende September. Auch in Hongkong ging es steil bergab: Der Hang Seng rauschte um 12 Prozent nach unten - so tief stand der Index zuletzt Anfang Februar. Besonders unter Druck standen Techwerte und exportorientierte Firmen.

Die neuerliche Eskalation hatte sich bereits in der Vorwoche angedeutet. US-Präsident Donald Trump setzte eine weitere Runde Strafzölle durch: 34 Prozent zusätzlich auf chinesische Produkte - obendrauf auf bereits bestehende Abgaben von 20 Prozent. Auch der 25-Prozent-Zoll auf Autos und Autoteile soll wie geplant am 9. April greifen.

Peking ließ nicht lange auf sich warten und konterte ebenfalls mit 34 Prozent Zöllen - unter anderem auf Agrargüter, Energieprodukte und wichtige Komponenten aus dem Tech-Sektor.

„Nachdem die erste Reaktion auf die Fentanyl-Zölle noch halbwegs moderat ausfiel, scheint es jetzt ernst zu werden“, kommentierten die Analysten von ING (AS:INGA). „Der zweite Handelskrieg ist in vollem Gange.“

An den Börsen machte sich die Nervosität breit. Alibaba-Papiere, in Hongkong gelistet, verloren 12 Prozent, Baidu (NASDAQ:BIDU) büßte über 10 Prozent ein. Auch Auto- und Industrieaktien (NYSE:XLI) gerieten unter die Räder: BYD (F:1211), SAIC Motor und der Chiphersteller SMIC (HK:0981) verloren zwischen 6 und 11 Prozent. Geely-Aktien rutschten um 11 Prozent ab, Xpeng (NYSE:XPEV) um 10 Prozent.

Die Sorge: Die Zölle könnten den globalen Handel weiter ausbremsen - und den ohnehin angeschlagenen chinesischen Markt noch stärker belasten. Anleger blicken nun gespannt auf die kommenden Tage. Hoffnung auf eine schnelle Entspannung gibt es derzeit kaum.

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