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Der Kryptobetrugsfall um Shirtum könnte sich auf über 4 Millionen Euro belaufen, während sich Fußballer mit Beschwerden konfrontiert sehen

CryptopolitanMay 4, 2026 11:40 PM
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Laut einer neuen Strafanzeige, die in Barcelona eingereicht wurde, ermittelt ein spanisches Gericht gegen sechs ehemalige Fußballspieler des FC Sevilla wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an einem Kryptobetrug. Bei dem Betrug sollen gefälschte NFTs und ein manipulierter Token an Investoren verkauft worden sein, wodurch diese einen Schaden von über 24 Millionen Euro (28 Millionen US-Dollar) erlitten haben.

Papu Gómez, Lucas Ocampos, Ivan Rakitić, Nico Pareja, Alberto Moreno und Javier Saviola sind die in der Beschwerde genannten Spieler. Laut El Correo de Andalucía waren auch zwei weitere Fußballspieler, Diego Perotti und Marcelo Guedes, an der Förderung des Projekts beteiligt.

Dreizehn Investoren aus Spanien reichten beim Untersuchungsgericht Nr. 5 in Barcelona eine Beschwerde ein, in der sie erklärten, ihr gesamtes Geld verloren zu haben.

Shirtum hat nie filmische NFTs geliefert

Shirtum Europa, SLU und andere Unternehmen in Andorra betrieben das Projekt, das sich als Plattform für den Kauf und Verkauf digitaler Fußball-Sammlerstücke bewarb. Angeboten wurden „filmische NFTs“ mit Bildern und Tonaufnahmen der beschuldigten Spieler für jeweils etwa 450 €.

Die Beschwerdeführer behaupten, dass diese NFTs nie auf einer Blockchain erstellt wurden. Laut Beschwerde konnten die Vermögenswerte weder verkauft noch übertragen werden und stellten daher lediglich eine Simulation des verkauften Produkts dar.

„Diese angeblichen NFTs haben technisch gesehen nie existiert, waren weder übertragbar noch wiederverkäuflich und stellten lediglich eine vollständige Simulation des verkauften Objekts zum Nachteil der Käufer dar“, heißt es in einer der Beschwerden.

Die Ermittler konnten keine Beweise dafür finden, dass sich die Token in der Blockchain befanden.

Vor dem Verkauf der NFTs erhielten die Initiatoren von Shirtum BNB -Token im Wert von rund 3 Millionen Euro von Investoren, um eine mobile App für iOS und Android zu entwickeln. Laut wurde die App nie fertiggestellt, und das Geld wurde weder zurückerstattet noch dessen Verbleib nachgewiesen.

Im Jahresabschluss des Unternehmens waren die Einnahmen aus dem Verkauf von NFTs, die sich auf etwa 1 Million Euro beliefen, ebenfalls nicht ausgewiesen.

Der $SHI-Token und der Pump-and-Dump-Vorwurf

Der mutmaßliche Betrug hat noch eine weitere Ebene, die Shirtums eigene Kryptowährung, $SHI, betrifft.

dass von den insgesamt eine Milliarde geschaffenen Token die vier Geschäftsleute und die angeklagten Fußballer 78 % bzw. 780 Millionen Token kostenlos erhalten haben. Diese Token verkauften sie anschließend auf PancakecakeSwap zu überhöhten Preisen an Kleinanleger.

Die Beschwerdeführer behaupten, der Angeklagte habe mit irreführender Werbung gearbeitet und mit den Fußballspielern zusammengearbeitet, um FOMO (Fear of Missing Out – Angst, etwas zu verpassen) zu erzeugen und die Leute so zum Kauf zu bewegen.

In der Beschwerde heißt es, dass der Angeklagte im Juli 2025, als bereits eine strafrechtliche Untersuchung lief, die Liquidität von $SHI dauerhaft voncakeSwap entfernt hat.

Der Kurs des Tokens ist gefallen. Er wird an keiner Börse mehr gehandelt. Laut CoinGecko notiert $SHI bei 0,00003329 US-Dollar und ist praktisch wertlos.

Fußballer beschuldigt, da Shirtum-Kryptoverluste 24 Millionen Euro übersteigen könnten.
Quelle: CoinGecko.

Investoren vermuten, dass der $SHI-Token einem Pump-and-Dump-Muster folgte. Sie gehen davon aus, dass allein durch die Token-Manipulation Verluste von mindestens 20 Millionen Euro entstehen werden, die endgültige Summe könnte jedoch deutlich höher ausfallen.

Das Untersuchungsgericht Nr. 5 in Barcelona ermittelt weiterhin in dem Fall. Die spanische Polizei hat bereits eigene Ermittlungen gegen Shirtum aufgenommen.

Die neue Anzeige ergänzt die ursprünglichen Betrugsvorwürfe bezüglich NFTs um den Vorwurf der Token-Manipulation. Dies bedeutet, dass weitere Anklagen erhoben werden könnten.

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