Chainlink-Deal mit Amazon sorgt für neue Fantasie
Chainlink (LINK) hat seinen Datenstandard im Marktplatz von Amazon Web Services (AWS) eingeführt und verschafft Entwicklern sowie Finanzinstituten damit direkten Zugang zu Blockchain-Anbindungslösungen über die AWS-Infrastruktur.
Mit dem Start werden Chainlink Data Feeds, Chainlink Data Streams und Chainlink Proof of Reserve über den AWS Marketplace verfügbar gemacht. Unternehmen können die Dienste damit über bestehende AWS-Werkzeuge nutzen.
Chainlink-Integration mit AWS adressiert „Oracle-Problem“ von Blockchains
Der Schritt zielt darauf ab, die Verbindung zwischen klassischen Cloud-Umgebungen und Blockchain-Netzwerken zu erleichtern und gleichzeitig die von Institutionen geforderten Standards bei Sicherheit, Regulierung und Zuverlässigkeit zu erfüllen. Chainlink bezeichnete diesen Ansatz als notwendig, während Banken und Vermögensverwalter verstärkt Blockchain-Anwendungen wie Tokenisierung prüfen.
Nach Angaben des Unternehmens stehen Blockchain-Netzwerke vor einem „Oracle-Problem“, das den Zugriff auf externe Daten für Tokenisierungsprozesse einschränkt. Das dezentrale Oracle-Netzwerk von Chainlink soll dieses Problem lösen, indem es AWS-Ressourcen mit Smart Contracts für einen sicheren Datenaustausch verbindet.
Die drei über den AWS Marketplace verfügbaren Dienste sind zudem auf institutionelle Anwendungen ausgelegt. Chainlink Data Feeds liefern dezentral aggregierte Preis- und Marktdaten aus verschiedenen Quellen und unterstützen damit Bewertung, Abwicklung und Risikomanagement.
Chainlink Data Streams stellen hingegen kryptografisch signierte Echtzeitdaten bereit, um schnellere Marktreaktionen und präzisere Abwicklungen zu ermöglichen. Unterstützt werden damit komplexe On-Chain-Anwendungen wie Perpetual Futures, Optionen und leistungsstarke Handelsmärkte.
Mit Chainlink Proof of Reserve lassen sich die hinter Stablecoins und tokenisierten Vermögenswerten stehenden Reserven direkt auf der Blockchain verifizieren. Dies soll Emittenten helfen, Transparenz zu erhöhen, Risiken unzureichender Besicherung zu verringern und sichere Emissionsprozesse zu automatisieren.
Chainlink zufolge kann die Kombination der eigenen Oracle-Infrastruktur mit den Cloud-Diensten von AWS Tokenisierungslösungen unterstützen, die Abwicklungszeiten verkürzen, die Liquidität verbessern und neue Anlageklassen ermöglichen.
Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund, dass die Tokenisierung für traditionelle Finanzunternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Ziel ist es, reale Vermögenswerte auf Blockchain-Netzwerke zu übertragen, wobei eine sichere Datenanbindung als zentrale Voraussetzung für eine breitere Nutzung gilt.
Chainlink Kursprognose: LINK behauptet wichtige Durchschnitte vor Trendlinien-Test
Im Tageschart zeigt sich LINK kurzfristig stabil, da sich der Kurs oberhalb der exponentiell gewichteten gleitenden Durchschnitte der vergangenen 20 und 50 Tage bewegt, die sich um 9,20 US-Dollar bündeln. Gleichzeitig bleibt der Kurs unter dem 100-Tage-Durchschnitt bei 10,07 US-Dollar gedeckelt.
Die weiterhin intakte, aufwärtsgerichtete Trendlinie, die von früheren Tiefs ausgeht und aktuell bei etwa 9,12 US-Dollar verläuft, unterstreicht die bestehende Nachfrage. Der Relative-Stärke-Index (RSI) bei rund 54 sowie ein Stochastic-Wert im mittleren Bereich um 59 deuten dabei auf moderaten Aufwärtsdruck hin, ohne überkaufte Bedingungen zu signalisieren.
Auf der Oberseite liegt ein erster Widerstand im Bereich von 9,70 US-Dollar, bevor der bedeutendere 100-Tage-Durchschnitt in den Fokus rückt. Ein Tagesschlusskurs darüber könnte den Weg für eine stärkere Aufwärtsbewegung bis in Richtung 11,16 US-Dollar ebnen. Dieses Kursziel ergibt sich aus der Höhe der Dreiecksformation, die ab dem Ausbruchspunkt nach oben projiziert wird.

LINK/USDT Tageschart
Auf der Unterseite bieten die 20- und 50-Tage-Durchschnitte knapp oberhalb von 9,20 US-Dollar zunächst Halt, während die steigende Trendlinie bei etwa 9,12 US-Dollar zusätzliche Unterstützung liefert. Ein Rückfall unter dieses Niveau würde das derzeit konstruktive Bild eintrüben und den Blick auf tiefere Unterstützungen bei 8,55 und anschließend 8,18 US-Dollar lenken.
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