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Südkoreanische Behörden verlieren durch das Leck einer Merkphrase fast 5 Millionen Dollar an beschlagnahmten Kryptowährungen

CryptopolitanFeb 27, 2026 11:31 PM

Der südkoreanische Nationale Steuerdienst (NTS) hat Berichten zufolge beschlagnahmte Kryptowährungen im Wert von fast 4,8 Millionen Dollar verloren, nachdem erdenteine ungeschwärzte Wallet-Wiederherstellungsphrase in einer Pressemitteilung veröffentlicht hatte. Dies ist der dritte große Krypto-Verwahrungsfehler der koreanischen Behörden innerhalb weniger Monate und der bisher peinlichste.

Am 26. Februar veröffentlichte die NTS eine Pressemitteilung, in der sie bekannt gab, dass sie im Rahmen einer Vollstreckungsmaßnahme gegen 124 Steuersünder mit hohem Wert und wiederholten Steuerrückständen insgesamt 8,1 Milliarden Won (ca. 5,6 Millionen US-Dollar) beschlagnahmt habe.

Unter den beigefügten Fotos befand sich ein Bild von Hardware, die von einem säumigen Steuerzahler namens „Herr C.“ beschlagnahmt wordendent: ein Ledger-Cold-Wallet-Gerät. Daneben war gut sichtbar eine handschriftliche Merkphrase abgebildet. Diese Merkphrase war jedoch nicht geschwärzt.

Experten kritisieren den NTS scharf wegen des Phrasenlecks

Eine Mnemonik, üblicherweise eine Folge von 12 bis 24 Wörtern, ist der Hauptschlüssel zu einer Kryptowährungs-Wallet. Sie fungiert als öffentliches Zertifikat, Passwort und Sicherheitskarte. Wer sie kennt, kann die Wallet auf jedem beliebigen Gerät wiederherstellen und deren Inhalt von überall auf der Welt abheben – ohne weitere Authentifizierung. 

In den frühen Morgenstunden des 27. Februar handelte eine oder mehrere unbekannte Personen aufgrund der Informationen, die der NTS unentgeltlich zur Verfügung gestellt hatte. 

Laut Professor Cho Jae-woo vom Blockchain Research Institute der Hansung University zeigen On-Chain-Daten von Etherscan, dass 4 Millionen Pre-Retogeum (PRTG)-Token in drei Tranchen aus der offengelegten Wallet transferiert wurden, nachdem zuvor Ethereum zur Deckung der Transaktionsgebühren eingezahlt worden war.

Der geschätzte Wert der Token zum Zeitpunkt des Diebstahls betrug etwa 6,4 Milliarden Won, was ungefähr 4,8 Millionen US-Dollar entspricht.

„Wenn sie virtuelle Vermögenswerte beschlagnahmen würden, würden sie die wichtigste Merkhilfe in einer Pressemitteilung veröffentlichen, die die ganze Nation sehen kann“, sagte Professor Cho. „Das ist, als würde man Ihnen ein Angebot machen, Ihr Portemonnaie zu öffnen und Ihnen Ihr Geld abzunehmen.“ 

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels hatte die NTS noch keine öffentliche Stellungnahme zu dem Thema abgegeben.

Südkorea fügt einem besorgniserregenden Muster einen weiteren Fehler hinzu

Der NTS-dent ist tatsächlich der dritte bedeutende Ausfall bei der Verwahrung von Kryptowährungen durch südkoreanische öffentliche Institutionen seit Januar. 

Die Staatsanwaltschaft des Bezirks Gwangju stellte fest , dass sie 320,8 Bitcoin im Wert von über 21 Millionen US-Dollar (nach aktuellem Marktkurs) verloren hatte, nachdem ein Mitarbeiter bei dem Versuch, die Wallet-Speicherung während einer Vermögensübergabe zu überprüfen, auf eine Phishing-Website zugegriffen hatte.

Die Bitcoin, die einer Familie abgenommen wurden, die Erträge aus illegalem Glücksspiel in Kryptowährung gewaschen hatte, waren nach Abschluss des Strafverfahrens für die Staatskasse bestimmt. 

Die Bitcoins konnten schließlich am 17. Februar wiederhergestellt werden, nachdem die Ermittler inländische und internationale Devisenkonten eingefroren hatten. Die Behörden vermuten, dass dies den Hacker dazu veranlasst haben könnte, die Bitcoin freiwillig zurückzugeben, da er sie nicht in cashumtauschen konnte.

gab die Gangnam-Polizeistation in Seoul das Verschwinden von 22 Bitcoin im Wert von über 1,4 Millionen Dollar bekannt, die bei einer landesweiten Überprüfung der Kryptowährungsbestände der Strafverfolgungsbehörden entdeckt worden waren, welche ihrerseits durch den dent .

Den Beamten auf der Wache war es nicht gelungen, die beschlagnahmten Bitcoin in eine staatlich kontrollierte Cold Wallet zu transferieren. Stattdessen wurden die Gelder von einem Dritten verwaltet, ohne dass die für den Zugriff benötigte Seed-Phrase erhalten blieb. 

Bislang wurden zwei Verdächtige im Zusammenhang mit dem Diebstahl Bitcoinfestgenommen.

Südkoreas Oberster Gerichtshof urteilte im Januar 2026, dass Bitcoin nach Strafrecht als beschlagnahmungsfähiger Gegenstand gilt – eine wegweisende Entscheidung, die die staatlichen Befugnisse zur Einziehung digitaler Vermögenswerte formell erweitert. Das Land arbeitet zudem an der Regulierung des Kryptomarktes, wobei Stablecoins im Fokus stehen, und plant, dies noch in diesem Jahr umzusetzen.

Diese dreidentoffenbaren jedoch eine anhaltende Diskrepanz zwischen Südkoreas Ambitionen als Regulierungsmacht für digitale Vermögenswerte und der operativen Einsatzbereitschaft seiner Behörden.

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