tradingkey.logo

Ethereumabrupter Kurswechsel signalisiert zunehmenden Druck durch leistungsstarke Konkurrenten

CryptopolitanFeb 21, 2026 1:43 AM

Die jüngsten Protokoll-Upgrades von Ethereumdeuten auf mehr als nur inkrementelle Verbesserungen hin, da leistungsstarke Konkurrenten seine Dominanz nach und nach untergraben. 

Vitalik Buterin erläuterte den Plan, ein von ihm so genanntes „prinzipiengeleitetes, nicht hässliches Cypherpunk Ethereum“ zu entwickeln – nicht als Ersatzkette, sondern als eng integrierte Weiterentwicklung des bestehenden Systems.

Der Vorschlag folgt der formellen Festlegung der Fork-Choice Enforced Inclusion Lists (FOCIL) durch die ETH-Entwickler für den bevorstehenden Hegota-Hardfork (derzeit für Ende 2026 geplant). Angesichts der Aktualisierungen bei dertracund der langfristigen Architekturänderungen signalisiert dieser Übergang eine umfassendere Neuausrichtung der Ethereum-Roadmap zu einem Zeitpunkt, an dem die Konkurrenz aufholt.  

Diese Entwicklung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem BNP Paribas Asset Management Ethereum für ein neues Blockchain-Pilotprojekt nutzt und diesmal eine tokenisierte Anteilsklasse eines in Frankreich ansässigen Geldmarktfonds ausgibt.

Die tokenisierten Anteile, die über die AssetFoundryTM-Plattform von BNP Paribas auf der Blockchain ausgegeben werden, ermöglichen einen beschränkten Zugang über ein „Berechtigungsmodell auf ETH … wobei Bestände und Übertragungen gemäß den geltenden regulatorischen Anforderungen auf berechtigte und autorisierte Teilnehmer beschränkt sind“, heißt es in der Ankündigung.

Ethereum zielt mit einer Überarbeitung der Basisschicht und der Integration von Zero Key auf konkurrierende Blockchains ab

FOCIL, auch bekannt als EIP-7805, zielt darauf ab, die Zensurresistenz von Ethereum auf Protokollebene zu verbessern, indem Validatoren verpflichtet werden, alle Transaktionen zu berücksichtigen. Der Mechanismus ermöglicht es Validator-Komitees, Fork-Wahlregeln und Inklusionslisten anzuwenden, um die Aufnahme von Transaktionen zu erzwingen. Falls der vorgeschlagene Block keine legitimen Transaktionen aus dem öffentlichen Mempool enthält, kann die Blockchain einen Fork durchführen, wodurch Transaktionen in einer begrenzten Anzahl von Slots gleichzeitig aufgenommen werden können.

Der native trac wurde in EIP-8141 eingeführt und ist auch für Hegota in Planung. Ethereum basiert seit Jahren auf einem Rollup-First-Ansatz, der die Ausführung in Layer-2-Netzwerke vorantreibt, die Basisschicht aber relativ schlank hält.

Buterins jüngste Äußerungen deuten jedoch auf einen anderen Schwerpunkt hin. Anstatt sich ausschließlich auf Rollups zu verlassen, um die Skalierbarkeit und Benutzerfreundlichkeit zu verbessern, konzentriert sich Ethereum nun auf die Optimierung der Architektur seiner Basisschicht. 

Buterin hat auch längerfristige Strukturänderungen empfohlen. Dazu gehört die Einbettung von Zero-Knowledge-Beweisen (ZK) in die Validierung der Schicht 1 in einer vorgeschlagenen „Beam Chain“. 

Der Zeitpunkt ist bemerkenswert. Hochleistungsfähige Layer-1-Chains wie Solana erfreuen sich trotz ihrer monolithischen Architektur großer Beliebtheit aufgrund ihres hohen Durchsatzes, ihrer niedrigen Gebühren und ihrer vereinfachten Benutzererfahrung.

Dank der zunehmenden Modularität von Ethereum Zwar hat das Multi-Rollup-Modell des Blockchain-Netzwerks die Skalierbarkeit verbessert, aber gleichzeitig Probleme – insbesondere in Bezug auf Liquidität, Bridging und Benutzererfahrung – verkompliziert. Während konkurrierende Ökosysteme nach Einfachheit und Geschwindigkeit streben, Ethereum bereit für eine Neuausrichtung. Buterin verglich diese bevorstehenden Änderungen kürzlich mit einer Art „Triebwerkswechsel im Flug“ und bezog sich damit auf die Umstellung des Netzwerks auf Proof-of-Stake im Jahr 2022.

Er erwog sogar mehrere potenziell größere Transformationen von Ethereum (Neuschreibung des Zustandsbaums, schlankerer Konsensmechanismus, ZK-native Validierung, Änderungen an der virtuellen Maschine). 

Basisschicht-Upgrades stärken Sicherheit und Neutralität

Statt einer Fragmentierung durch Layer-2-Ketten und konkurrierende EVM-basierte Blockchains scheint die Führung von Ethereumentschlossen, die architektonische Kontrolle auf der Basisschicht zurückzugewinnen. Diese „harte Kehrtwende“ hat weniger mit der Steigerung des Datendurchsatzes zu tun, sondern vielmehr mit der Wahrung der Merkmale, auf denen das Netzwerk selbst basiert: Zensurresistenz, Neutralität und kryptografische Robustheit. 

Inwieweit diese Neuausrichtung eine defensive Maßnahme, ein Widerstand gegen die leistungsstarken Konkurrenten oder eine natürliche Weiterentwicklung der Ethereum-Roadmap ist, bleibt weiterhin Gegenstand von Diskussionen. Unmissverständlich ist jedoch, dass Ethereum für sein zukünftiges Wachstum nicht länger allein auf Rollups setzen will. 

Angesichts der Tatsache, dass Konkurrenten im Hochgeschwindigkeitsbereich ihre Erwartungen an die Blockchain-Performance neu justieren, setzt Ethereum darauf, dass die Stärkung seines Kerns – bei gleichzeitiger Optimierung seiner langfristigen Architektur – dazu beitragen wird, sich als grundlegende Abwicklungsschicht der Branche zu positionieren. Diese Strategie könnte sich in der nächsten Phase, beginnend mit Hegota, auszahlen.

Möchten Sie Ihr Projekt den führenden Köpfen der Krypto-Szene präsentieren? Stellen Sie es in unserem nächsten Branchenbericht vor, in dem Daten auf Wirkung treffen.

Haftungsausschluss: Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellen keine Finanz- oder Anlageberatung dar

Verwandte Artikel

KeyAI