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Die Amazon-Aktie ist auf einen Tiefststand seit 2006 abgestürzt. Was ist da los?

CryptopolitanFeb 14, 2026 1:41 AM

Amazon hat gerade die längste Verlustserie seit fast 20 Jahren hinnehmen müssen. Die Aktie ist neun Handelstage in Folge gefallen. Am Freitag kamen weitere 0,4 Prozent hinzu. Damit wiederholt sich ein neuntägiger Kurssturz, der zuletzt im Juli 2006 endete.

In diesem Zeitraum hat Amazon 18 Prozent an Wert verloren. Rund 463 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung gingen verloren. Die Aktien schlossen auf dem niedrigsten Stand seit Mai. Allein in diesem Monat verzeichnete Amazon einen Kursverlust von etwa 17 Prozent. Damit steuert das Unternehmen auf den stärksten monatlichen Rückgang seit April 2022 zu.

Anleger sind sich über die Auslöser im Klaren. Die Sorge gilt den Investitionen. Anfang des Monats gab Amazon bekannt, in diesem Jahr 200 Milliarden US-Dollar in Rechenzentren, fortschrittliche Chips und zugehörige Ausrüstung zu investieren.

Diese Summe übertraf alle Erwartungen. Das Ausmaß schockte den Markt. Die Frage ist nun einfach: Kann Amazon so viel ausgeben, ohne cash zu belasten oder sich hoch zu verschulden?

Amazon erhöht die Ausgaben für KI und die Investoren reagieren

Der 200-Milliarden-Dollar-Plan ist an die Infrastruktur für künstliche Intelligenz gekoppelt. CEO Andy Jassy erklärte Investoren am 5. Februar im Rahmen der Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen, dass hohe Investitionen erforderlich seien, um die steigende Nachfrage innerhalb von AWS zu decken.

Andy sagte: „Das ist keine unrealistische Gewinnmaximierung.“ Er fügte hinzu: „Wir sind zuversichtlich, dass diese Investitionen einetronRendite auf das eingesetzte Kapital erzielen werden. Das haben wir mit unserem Kerngeschäft AWS bereits bewiesen. Ich denke, das wird auch hier der Fall sein.“

Trotz dieser Aussage fiel der Aktienkurs weiter. Anleger befürchten, dass die hohen Investitionsausgaben die Reserven aufzehren könnten. Sie sorgen sich auch um die Wertminderung. Chips und Server verlieren schnell an Wert. Sollte die Nachfrage nachlassen, könnte Amazon auf teurer Hardware sitzen bleiben, die die zukünftigen Gewinne belastet.

Die Investitionswelle beschränkt sich nicht auf ein einzelnes Unternehmen. Die vier größten Technologiekonzerne – Amazon, Alphabet, Microsoft und Meta Platforms – prognostizieren für 2026 gemeinsam Investitionen in Höhe von rund 650 Milliarden US-Dollar. Diese Summe ist historisch. Investoren fragen sich nun, ob die Renditen diesen Umfang rechtfertigen werden.

Die Bedenken hinsichtlich KI erstrecken sich auf Technologie und Logistik

Der gesamte Technologiesektor steht unter Druck. Der Nasdaq 100 Index verzeichnete im Februar einen Rückgang von 3,2 Prozent. Technologieaktien gaben in diesem Jahr nach, nachdem neue Software auf Basis von KI-Modellen von Anthropic und OpenAI auf den Markt gekommen war. Einige Anleger befürchten, dass diese Tools das Wachstum etablierter Softwareunternehmen bremsen könnten.

Der iShares Expanded Tech Software Sector ETF ist im Jahr 2026 bisher um 24 Prozent gefallen. Damit steuert er auf sein schlechtestes Jahr seit 2022 zu. Inflation und steigende Zinsen haben Unternehmen dazu gezwungen, ihre Technologiebudgets nach den hohen Ausgaben während der Pandemie zu kürzen.

Analysten haben den Abschwung bei Software-as-a-Service-Aktien als „SaaS-Apokalypse“ bezeichnet. Führungskräfte von Softwareunternehmen haben dem widersprochen und erklärt, ihre Kernkennzahlen seien weiterhin intakt.

AWS generiert Umsätze mit langjährigen Kunden wie Adobe, Intuit und Zillow. Zudem konnte das Unternehmen Aufträge von Entwicklern von KI-Modellen gewinnen. Im November gab AWS eine Investitionszusage von OpenAI in Höhe von 38 Milliarden US-Dollar bekannt. OpenAI vertreibt KI-Modelle und bietet ChatGPT-Abonnements an.

Die Wachstumsraten haben sich jedoch nicht beschleunigt. Vor zwei Wochen meldete AWS-Kunde ServiceNow ein Umsatzwachstum von 20,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal im vierten Quartal. Zwei Jahre zuvor lag diese Rate bei fast 26 Prozent. Abseits der Softwarebranche haben sich die Befürchtungen vor disruptiven KI-Einflüssen auch auf die Logistik ausgeweitet. Das in Florida ansässige Unternehmen Algorhythm Holdings gab bekannt, dass sein KI-Produkt es Kunden ermöglicht, das Frachtvolumen zu vervierfachen, ohne die Mitarbeiterzahl zu erhöhen. Die Aktien von CH Robinson Worldwide fielen nach dieser Entwicklung im Mittagshandel um rund 23 Prozent.

Fast zwei Jahrzehnte nach der letzten neuntägigen Verlustserie sieht sich Amazon erneut mit Zweifeln an seiner Ausgabendisziplin konfrontiert. Der Aktienkurs verdeutlicht das Ausmaß der Verluste. Der Markt beobachtet gespannt, ob sich die Investition von 200 Milliarden Dollar auszahlt.

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