tradingkey.logo

Robinhood verfehlte im vierten Quartal die Umsatzprognosen, übertraf aber die Erwartungen beim Gewinn pro Aktie

CryptopolitanFeb 11, 2026 9:17 PM

Robinhood meldete im vierten Quartal schwächere Umsätze als erwartet, doch die Wall Street ließ sich davon nicht beirren. Statt zurückzurudern, bekräftigten die meisten Analysten ihre Kaufempfehlungen.

Das Unternehmen erzielte einen Umsatz von 1,28 Milliarden US-Dollar und verfehlte damit die von Analysten erwarteten 1,35 Milliarden US-Dollar. Dennoch lag der Gewinn je Aktie mit 66 Cent über den prognostizierten 63 Cent.

Die Aktie fiel am frühen Mittwoch dennoch um 9 %. Bis Dienstag hatte sie seit Jahresbeginn bereits 24 % an Wert verloren.

Das größte Warnsignal war der Rückgang der Nettoneuanlagen. Dochenjvon Barclays erklärte, die Lage habe sich im Februar gebessert. Er wies darauf hin, dass die Nettoneuanlagen im Dezember zwar gesunken, im Januar und Anfang Februar aber wieder angestiegen seien.

Er fügte hinzu: „Der Februar scheint eintronStart zu werden, insbesondere bei NNAs, obwohl die Kommentare zu den Handelsvolumina uneindeutig waren.“ Trotz dieser Unklarheit klang er zuversichtlich,dent das Schlimmste bereits überstanden sei.

Analysten senken die Kursziele, behalten aber die Kaufempfehlungen bei

James von Goldman Sachs senkte sein 12-Monats-Kursziel für Robinhood von 152 auf 130 US-Dollar, erwartet aber weiterhin einen Kursanstieg von 52 %. Er reduzierte außerdem die Gewinnprognosen für 2026 und 2027 um 7 % bzw. 3 % und fügte neue Prognosen für 2028 hinzu. Laut James senkte man das KGV-Ziel von 54 auf 45,5, da der Markt Aktien generell niedriger bewerte. Dennoch hält er an Robinhood fest.

Brian von der Deutschen Bank senkte sein Kursziel ebenfalls von 155 auf 130 US-Dollar, änderte seine Einschätzung aber nicht. Er bezeichnete das vierte Quartal als „durchwachsen“. Der bereinigte Gewinn lag bei 57 Cent und damit unter seiner eigenen Schätzung von 61 Cent sowie unter der Konsensprognose von 63 Cent. Robinhood profitierte von einem Gewinnanstieg um 9 Cent, da die Steuern niedriger als erwartet ausfielen. Das bereinigte EBITDA betrug 761 Millionen US-Dollar und blieb damit hinter den 815 Millionen US-Dollar der Deutschen Bank und dem Durchschnitt von 833 Millionen US-Dollar zurück.

Barclays wies zwar auf die schwachen Wertpapierleih- und -annahmezinsen hin, blieb aber optimistisch. Das Kursziel wurde von 159 auf 124 US-Dollar gesenkt, ein Aufwärtspotenzial von 45 % wird aber weiterhin erwartet.

Sie räumten ein, dass sich einige Wachstumszahlen verlangsamten, sagten aber, dass Robinhoods langfristige Ziele die Aktie weiterhin im Rennen halten könnten.

Das Team von Morgan Stanley hingegen schloss sich nicht dem Trend an. Sie beließen ihre neutrale Einschätzung bei einem Kursziel von 147 US-Dollar, was einem Anstieg von 72 % gegenüber dem Kurs von Robinhood am Dienstag entspricht.

Sie stellten fest, dass die Produktentwicklung bis 2026tronvoranschreitet und nannten Tools wie Social, Cortex, die Einführung des britischen ISA-Programms, Prognosemärkte und das Rothera-Joint-Venture. Sie warnten jedoch davor, dass NNAs und Kryptowährungen kurzfristig Probleme verursachen könnten.

Die Erholung und Prognosemärkte für Kryptowährungen weckt neuen Optimismus

Bernsteins Gautam hatte mit 160 US-Dollar eines der ambitioniertesten Kursziele, was einem Anstieg von 87 % entspräche. Er wies darauf hin, dass Robinhoods Geschäft mit Prognosemärkten gerade einen Jahresumsatz von 435 Millionen US-Dollar erreicht habe und auf tracsei, ein Milliarden-Dollar-Geschäft zu werden.

Gautam bezeichnete die Schwäche des Kryptomarktes als „erwartet“ und tat den Kurssturz als unbedeutend ab. Er schrieb: „Wir würden die Kryptovolatilität aussitzen und sehen keinen Grund, die Aktie so kurz vor dem Tiefpunkt negativ zu bewerten.“

JPMorgan sah das anders. Ihr Team senkte das Kursziel von 130 auf 113 US-Dollar und behielt die neutrale Bewertung bei. Sie sahen zu viele Schwächen. Die Nettoeinlagen beliefen sich auf 15,9 Milliarden US-Dollar und lagen damit sowohl unter ihrer eigenen Schätzung von 18,5 Milliarden US-Dollar als auch unter dem Konsens von 19,4 Milliarden US-Dollar. Sie wiesen zudem auf ein verlangsamtes Wachstum bei Gold-Abonnenten, Kontowachstum und Gesamteinlagen hin. Sie schrieben: „Wir hielten die Ergebnisse für schwächer als erwartet.“

Robinhood dennoch einen Jahresgewinn pro Aktie von 2,12 US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen leicht. Trotz der verfehlten Umsatzprognosen erreichten wichtige Nutzerkennzahlen neue Höchststände. Die Anzahl der Gold-Nutzer, der Guthabenkonten und der Goldkarteninhaber erreichte Rekordwerte. Daher herrscht bei den meisten Analysten keine Panik.

Ihrer Ansicht nach hat Robinhood genug Potenzial, um die kurzfristigen Schwierigkeiten zu überstehen. Die meisten von ihnen setzen weiterhin große Hoffnungen in die zukünftige Entwicklung.

Wenn Sie das hier lesen, sind Sie schon einen Schritt voraus. Bleiben Sie mit unserem Newsletter auf dem Laufenden .

Haftungsausschluss: Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellen keine Finanz- oder Anlageberatung dar

Verwandte Artikel

KeyAI